Trainer Bruno Labbadia hat auch im zweiten Spiel nach seiner Rückkehr zum VfB Stuttgart keinen Sieg bejubeln können. Der VfB kam am Dienstagabend zu einem 2:2 (1:1) beim Landesrivalen TSG 1899 Hoffenheim. Die harte Partie gab den nur 23 159 Zuschauern im Sinsheimer Stadion schon mal einen Vorgeschmack auf den Abstiegskampf in der zweiten Saisonhälfte der Fußball-Bundesliga. Der kroatische WM-Dritte Andrej Kramaric brachte die kriselnde TSG früh in Führung (11. Minute) und erzielte auch den späten Ausgleich (90.+4). Serhou Guirassy (45.+5) und Kapitän Waturu Endo trafen für den VfB (77.).
Die Stuttgarter verpassten damit ihren ersten Auswärtssieg seit über einem Jahr. Das Hoffenheimer Team von André Breitenreiter liegt weiter drei Punkte vor dem VfB, verzeichnete nun aber in den vergangenen elf Spielen nur einen einzigen Sieg und ist seit sieben Partien ohne Dreier.  

Frühes Führungstor

Mit den Routiniers Kramaric, Sebastian Rudy und Pavel Kaderabek neu in der Startelf gingen die Hoffenheimer die Herausforderung am 17. Spieltag an. Rudy brachte prompt Ballsicherheit in sein Team in einer hektischen Anfangsphase, als den Stuttgartern kaum eine Kombination gelang. Einen Heber von Angeliño verlängerte Kramaric im Sprung ins Netz – das frühe 1:0 gab den Gastgebern Sicherheit. Nach einer knappen halben Stunde musste aber schon Flügelspieler Robert Skov angeschlagen vom Platz. Auf der Gegenseite erging es Tiago Tomás ebenso, er wurde durch Chris Führich ersetzt, der das VfB-Spiel aber belebte.
Labbadia hatte der gleichen VfB-Anfangsformation wie beim 1:1 gegen Mainz 05 vertraut. Der von ihm zuletzt gelobte Atakan Karazor versuchte, das Spiel seiner Mannschaft etwas zu beruhigen, nach vorne ging aber lange fast nichts. Die Anfangsoffensive der TSG war auch schnell verpufft – so entwickelte sich ein wenig ansehnliches Spiel.  
Zu allem Übel stießen dann noch VfB-Verteidiger Konstantinos Mavropanos und Ihlas Bebou mit den Köpfen zusammen. Ersterer machte mit einer Platzwunde und einem Stirnverband weiter. Silas Katompa Mvumpa vergab die erste Stuttgarter Chance kurz vor dem Wechsel - und das Unheil für Hoffenheim nahm seinen Lauf: Torhüter Oliver Baumann rammte Angeliño um, dann blieb Vogt benommen am Boden liegen. Diese Hektik in der TSG-Hintermannschaft nutzte Serhou Guirassy mit einem Schuss in den Winkel zum 1:1. 
Trotz der Hereinnahme von Angreifer Munas Dabbur und spielerischer Überlegenheit blieben die Kraichgauer auch nach der Pause harmlos. Die Stuttgarter trauten sich nun was zu und stürzten die TSG in so manche Verlegenheit. Endo bestrafte die Hoffenheimer für ihr wenig druckvolles und nervöses Spiel mit dem 2:1.  Dabbur vergab zunächst noch die Ausgleichschance – doch Kramaric sorgte spät für den Jubel über das 2:2.

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volle Tage Pause, mehr gibt es für das Team des VfB Stuttgart in dieser englischen Woche nicht. Bereits am Freitag (20.30 Uhr) steht das nächste Auswärtsspiel an: bei RB Leipzig.