Die Bundesliga-Basketballer von Ratiopharm Ulm haben mit 93:84 gegen Braunschweig gewonnen und damit einen wichtigen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um einen Playoff-Platz gefeiert. Zudem reichte die Differenz von neun Punkten, um sich den direkten Vergleich zu sichern. Der könnte im engen Rennen um die Meisterschaftsrunde noch von Bedeutung sein.Vor den Augen von Bundestrainer Henrik Rödl musste Trainer Thorsten Leibenath erneut auf Per Günther und Ra’Shad James verzichten. In der Startformation erhielt Ryan Thompson den Vorzug vor All-Star-MVP Ismet Akpinar. Der 30-Jährige zahlte seinem Trainer das Vertrauen zurück, indem er bis zur Halbzeit 13 seiner insgesamt 19 Punkte auflegte.

Kein Team konnte sich einen Vorteil erspielen

Bei den Braunschweigern kam eigentlich alles wie von Leibenath erwartet. Das starke Duo mit De’Andre Lansdowne und Scott Eatherton dominierte das Geschehen und war gemeinsam für die ersten 15 Zähler der Gäste verantwortlich.Aus Sicht der Ulmer lief es bis zu eben diesem 15:15 zwar in der Defensive nicht gut, dafür konnte sich das Ratiopharm-Team auf seine Offensive verlassen. Bis zum Viertelende ließ die allerdings auch nach - nur zwei weitere Zähler kamen hinzu, so dass die Löwen auf 25:17 davonziehen konnten. Im zweiten Viertel waren die Ulmer sichtlich bemüht, den Rückstand aufzuholen und setzten dafür auf eine Ganzfeldpresse. Dank der gelangen zwar einige Ballgewinne, doch auf der anderen Seite wurde es den Gästen auch immer wieder zu leicht gemacht, die Presse auszuspielen und so zu einfachen Punkten zu kommen. Das 44:44 zur Halbzeit spiegelte durchaus das Kräfteverhältnis auf dem Feld wieder. Kein Team konnte sich in den ersten 20 Minuten einen entscheidenden Vorteil erarbeiten.
Nach der Halbzeit gelang es den Hausherren, angeführt von Patrick Miller (23 Punkte) und dem erneut starken Dwayne Evans (15 Punkte, 12 Rebounds), sich erstmals zweistellig abzusetzen (66:56). Auch wenn die Löwen kämpften, waren die Ulmer nun am Drücker. Als Isaac Fotu 90 Sekunden vor der Schlusssirene zum 86:79 traf, war klar, dass die Hausherren die Partie gewinnen werden. Doch es ging ja noch um den direkten Vergleich.
Den sicherte sich das Ratiopharm-Team in der umkämpften Endphase dank sieben verwandelten Freiwürfen.
Viel Zeit zum Regenerieren bleibt den Ratiopharm-Akteuren nicht. Bereits am Dienstagabend müssen sie bei Eurocup-Finalist Alba Berlin ran.
Punkte Ulm: Miller 23, Thompson 19, Evans 15, Reinhardt 9, Green 7, Radosavljevic 6, Fotu 6, Akpinar 4, Ugrai 3, Schilling 1.