Triathlon: Trotz Reizung in guter Frühform

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Nicht gesetztDie Auftaktdisziplin, das Schwimmen über 2,2 Kilometer in der 16,5 Grad kalten Donau war bei einer Lufttemperatur von mehr als 30 Grad eher erfrischend. Epting konnte sich nach 35 Minuten seines Neoprenanzugs entledigen und auf sein Sportgerät für die zweite Disziplin, das 80 Kilometer lange Radfahren, steigen. Der Triathlet bewältige die mit einigen giftigen Anstiegen gespickte Strecke durch die Schwäbische Alb in 2 Stunden und 28 Minuten und wechselte mit gemischten Gefühlen in seine Laufschuhe, zumal ihm eine hartnäckige Reizung der linken Achillessehne seit einiger Zeit zu schaffen macht und ein leistungsorientiertes Lauftraining kaum zulässt.
Zudem wusste er nicht genau, ob er die 20 Kilometer entlang der Donau überhaupt würde durchlaufen können. Entsprechend vorsichtig startete er auf die letzte Disziplin und steigerte sein Tempo erst ab dem Ende der zweiten von vier Laufrunden kontinuierlich. Seine Laufzeit von 1:41 Stunden war die viertschnellste, die zusammen mit der ebenfalls viertschnellsten Zeit für das Radfahren den sechsten Platz in seiner Altersklasse bedeutete. Im Vergleich zu seiner Teilnahme von vor drei Jahren konnte Epting sich in Ulm um sieben Minuten steigern, was er als ersten kleinen Erfolg wertet. Zumal schnelle Schwimmzeiten durch die geringere Strömungsgeschwindigkeit der Donau nicht unbedingt begünstigt wurden.
Nächster Lauf in Heilbronn
Seine Vorbereitung, speziell das Lauftraining, kann Epting aufgrund der Achillessehnenbeschwerden im Moment nicht wie geplant aufbauen. Lange Radausfahrten von vier bis fünf Stunden am Wochenende helfen zwar, sich langsam an die Wettkampfdistanz von 180 Kilometer heranzuarbeiten, allerdings sind die sich unmittelbar anschließenden Koppelläufe zur Vorbereitung auf den abschließenden Marathonlauf über 42,2 Kilometer noch zu kurz.
Der nächste Meilenstein in der Vorbereitung besteht aus der Teilnahme an der Triathlon-Challenge in Heilbronn am 18. Juni über die Distanzen von 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen. Spätestens hier sollen die Beschwerden auskuriert sein, um danach voll in die Vorbereitung auf die beiden Ironman-Wettkämpfe am 13. August in Hamburg und am 14. Oktober auf Hawaii über die volle Distanz von 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen einsteigen zu können.
Die von Epting ins Leben gerufene Charity-Aktion zugunsten der Kinderhilfe Organtransplantation findet mittlerweile sehr große Resonanz. Hilfsbereite und sportbegeisterte Menschen, die etwas Gutes tun möchte, können sich völlig unverbindlich bei Wolfgang Epting melden. Der Triathlet hat sich ausgedacht, für jeden vor im platzierten der insgesamt 200 Athleten seiner Altersklasse einen Euro zu spenden. Im Gegenzug können freiwillige Spender nach dem Wettkampf auf Hawaii für jeden zehnten Athleten seiner Altersklasse hinter ihm ebenfalls einen Euro oder einen anderen Betrag ihrer Wahl spenden.