Sebastian Vettel wirkte müde, aber entschlossen, als er über die kommenden Aufgaben sprach. "Wenn es etwas zu tun gibt, dann sollte man es anpacken", sagte der Formel-1-Weltmeister vor dem Nachtrennen beim Großen Preis von Bahrain am Sonntag (17 Uhr/RTL) über den Wettlauf mit Mercedes: "Es steckt viel Arbeit in den Knochen der Ingenieure, die Köpfe haben zuletzt richtig geraucht - aber es kommt jetzt weiter auf jeden Einzelnen an."

Und auch bei den Silberpfeilen herrscht vor dem dritten Saisonrennen Hochbetrieb, der aktuelle Vorsprung auf Vettels Red-Bull-Team soll um jeden Preis gehalten werden. "Das ist dieses Jahr ein Entwicklungsrennen", sagte WM-Spitzenreiter Nico Rosberg, "und der Gegner macht großen Druck. Red Bull ist gut unterwegs, vor denen muss man sich immer in Acht nehmen."

Nach Siegen für Nico Rosberg (43 Punkte) und seinen britischen Teamkollegen Lewis Hamilton (25) in den Auftaktrennen führen die beiden Mercedes-Piloten im WM-Klassement, Vettel kommt nach seinem dritten Platz im vergangenen Rennen in Malaysia bislang nur auf 15 Zähler.

Den WM-Stand blendet der Titelverteidiger allerdings noch aus. "Ich schaue erst zur Halbzeit richtig auf die Tabelle", sagte Vettel, "und bis dahin kann noch eine Menge passieren." Nach den desaströsen Wintertests hat sein Team große Fortschritte gemacht, ist schon wieder zweite Kraft hinter Mercedes, daraus schöpft man Mut bei Red Bull Racing.

Derweil bekräftigte Rosberg, dass die Silberpfeile ihren Piloten im internen Duell keine Teamorder auferlegen. "Unser Team will Racing sehen, dass wir uns duellieren, dass wir mit beiden Silberpfeilen eine Show an der Spitze des Feldes machen", sagte der 18-Jährige: "Eine Teamorder wird es höchstens in Ausnahmesituationen geben."