Schon zum 45. Mal hat die Leichtathletikabteilung des TSV Crailsheim ihr Hallensportfest ausgerichtet. Die Organisatoren können sich also eines großen Erfahrungsschatzes sicher sein. Trotzdem lernen sie immer wieder dazu, wie Abteilungsleiter Otto Braun zugab. „Vergangenes Jahr hatten wir eine Hochsprunganlage in der Großsporthalle, dieses Mal zwei. Nächstes Jahr werden wir wohl vier machen müssen“, erklärte der 69-Jährige lächelnd. Denn mit so viel Zuspruch hatten die Verantwortlichen nicht gerechnet. Mehr als 200 junge Sportler nahmen am Hallensportfest teil, alleine in der Altersstufe U 10 waren es 65 Starter. „Ich habe selten so viele glückliche Kinder und Eltern erlebt, auch wenn es mal zu Problemen bei der Abwicklung und zu Wartezeiten kam. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Braun. Viele Leichtathleten haben ihm mitgeteilt, dass sie auch 2020 wiederkommen wollen, betonte der Abteilungsleiter, der seinem Team und den etwa 35 Helfern ein „dickes Dankeschön“ aussprach.

Neben dem Hochsprung wurden am Sonntagmorgen für die 12- bis 17-jährigen Leichtathleten noch der 2 x 50-Meter-Sprint, die 800 Meter sowie das Kugelstoßen angeboten. Für die jüngeren Sportler gab es am Nachmittag Kinderleichtathletikwettkämpfe wie beispielsweise die Ein-Bein-Laufstaffel oder die Hindernisstaffel. „Wir haben den Vorteil, dass wir eine große Halle haben. Die Großsporthalle ist fast ideal für das Leichtathletiktraining. Wenn man noch einen Boden hätte, auf dem man Spikes verwenden könnte, wäre es perfekt“, so Otto Braun.

Von Dezember bis Februar

Zwölf junge Leichtathleten des TV Rot am See ließen sich die Chance nicht entgehen, das Hallensportfest als Vorbereitungswettkampf zu nutzen, wie Abteilungsleiter Martin Schurr ver­riet. „Für uns ist das sehr wichtig zur Orientierung.“ Vor allem Koordination und Kräftigung habe man in der Halle bislang trainiert. 30 bis 35 Leichtathleten gebe es beim TVR im Jugendbereich, noch einmal so viele bei den Schülern, darunter etwa 40, die regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen.

„Heute haben wir nur die Großen dabei“, erklärte Schurr, der auch einer von fünf Trainern in Rot am See ist. „Wir versuchen, dass wir vier- bis fünfmal pro Jahr, von Dezember bis Februar, an Hallenwettkämpfen teilnehmen. Zum Beispiel in Fürth und Sindelfingen.“ Das Aushängeschild der Leichtathletikabteilung des TV Rot am See ist derzeit Bruno Betz (Jahrgang 2004), der im württembergischen D-Kader zu finden ist. „Weil er einen Tag zuvor einen Wettkmapf in Ulm gehabt hat, wo er auch zusätzliches Training hat, tritt er heute nicht in Crailsheim an“, sagte Martin Schurr. Dafür war Brunos Papa Mark Betz als Trainer vor Ort und betreute die Sportler aus Rot am See. „Der nördliche Altkreis hat sich in der Leichtathletik neben Crailsheim und Schwäbisch Hall gut entwickelt“, freute sich Schurr. Vom TV Rot am See gewann Lena Meider den 2 x 50-Meter-Sprint der Klasse W 14, Mia Lang das Kugelstoßen W 13 und Jonah Sprenger den 2 x 50-Meter-Sprint der M 14.

Der TSV Schrozberg war mit fünf jungen Leichtathleten zum Hallensportfest nach Crailsheim angereist. Leonie Fischer und Leonie Marschick duellierten sich vereinsintern über die 800 Meter (sechs Runden) in der Klasse W 14. Fischer setzte sich hier klar durch und hatte auch beim Kugelstoßen die Nase vorne. „Es ist einfach cool zu sehen, was die anderen so machen“, sagte die 14-Jährige, und ihre Vereinskollegin pflichtete ihr bei: „Es macht großen Spaß, sich mit anderen messen zu können.“

Das technisch anspruchsvolle Kugelstoßen habe man in der Vorbereitung auf den Wettkampf sogar extra noch einmal trainiert.

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Vereine haben zum Hallensportfest in Crailsheim Sportler entsendet: TSV Crailsheim, TSV Ilshofen, TV Rot am See, TSV Schrozberg, LG Hohenlohe, WGL Schwäbisch Hall, SVG Fachsenfeld, TV Plieningen, LAZ Ludwigsburg, SC Ilsfeld, TV Leutershausen, SG Walldorf Astoria, UGL/Spvgg Möckmühl, TG Forchtenberg, TuS Feuchtwangen, TSG Schnaitheim.