Turnen Turnerinnen in schwieriger Lage

Elisa Gräßler und Clarissa Metzler (v. li.) turnen für Ulm.
Elisa Gräßler und Clarissa Metzler (v. li.) turnen für Ulm. © Foto: Bernhard Kotz
Ulm / Manuela Harant 27.10.2016

Nach dem Abstieg in der vergangenen Saison aus der ersten Bundesliga, hat man sich anfänglich sicherlich  noch Hoffnung auf den direkten Wiederaufstieg gemacht. Vor dem zweiten Wettkampftag am Samstag in Stuttgart sind die Gegebenheiten aber so, dass es schon sehr schwer werden wird, die zweite Liga zu halten. „Dies ist einfach der derzeitigen Situation geschuldet“, erklärt Stützpunktleiter Gerd Nolte. „Wir befinden uns mitten in einem Umbruch und müssen den Generationswechsel akzeptieren“.

Die Olympia-Vierte von London 2012, Janine Berger, ist immer noch verletzt. Natalie Wolfgang hat sich einer Hüft-Operation unterzogen und steht in dieser Saison ebenso nicht zur Verfügung. Jannika Greber und Annika Göttler konzentrieren sich auf berufliche Ausbildung und Studium und mussten ihren Trainingsumfang reduzieren. „Dennoch unterstützen sie das Team und setzen sich voll ein“, betont Nolte.

Annika Drechsler, Evelyn Reisig und Timea Flaig sowie die Youngster Elisa Gräßler, Clarissa Metzler und Annkia-Joriza Kuhner vervollständigen das Team. Sie werden am Wochenende an einzelnen Geräten an den Start gehen und erstmals Bundesliga Luft schnuppern. Ob es reichen wird, wird man sehen, „wir machen das Beste aus der jetzigen Situation“, sagt Ulms Cheftrainer Gabor Szücs. Einen Joker und Hoffnungsträger gibt es zudem noch. Die ungarische Weltklasseturnerin Luca Divéky wird das Ulmer Team wie schon in den vergangenen Jahren unterstützen, und für das SSV-Team an allen vier Geräten auf Punktejagd gehen. Und Punkte brauchen die Ulmerinnen als aktuell Vorletzter der Zweitliga-Tabelle dringend.

Ein weiteres Problem ist die aktuelle Trainersituation. Auch drei Monate nach dem Abschied von Krisztina Simon-Premusz, die wieder zurück nach Ungarn ging, konnte die Lücke noch nicht geschlossen werden. Auf Gabor Szücs lastet derzeit die ganze Trainingsarbeit. Zumindest wird der Chefcoach an zwei Tagen in der Woche von der Choreographin und ehemaligen Nationalturnerin Ruscha Kouril unterstützt.

Etwas besser sieht die Personalsituation beim Nachwuchs aus. Hier haben sich Jannika Greber, Katja Emminger sowie die neue Nachwuchstrainerin Vanessa Pfadler den Fünf- bis Achtjährigen angenommen.

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