Ulm / af

Zur Sensation im Halbfinalspiel des VLW-Verbandspokals reichte es für die Volleyballerinnen des VfB Ulm gegen den Allianz MTV Stuttgart II nicht. In der Halle am Eselsberg verkaufte sich der Tabellenzweite der Regionalliga mit 1:3 (25:23, 12:25, 23:25, 17:25) aber gut gegen den Zweitligisten.

Das Gros der Ulmerinnen spielte erstmals gegen ein Zweitligateam, auch für Co-Trainer Klaus Schädle war es eine Premiere. Denn anstelle von Coach Stefan Weyer nahm er die Rolle an der Seitenlinie ein, um neue Impulse zu setzten. Die Anweisungen wurden sofort umgesetzt.

Der VfB begann mit sicheren Aufschlägen, konzentrierter Blockarbeit und punktete zunehmend über die Mitte. „Das ist unser Alleinstellungsmerkmal. Kein anderer Regionalligist greift so oft über die Mitte an wie wir“, sagt Schädle, der seit dieser Saison zum ersten Mal in seiner Trainerlaufbahn ein Damenteam betreut. Dies führte zum knappen 25:23-Satzgewinn des VfB. Doch der MTV ließ sich davon nicht beeindrucken, und Fehler in Ballannahme und Stellungsspiel auf Ulmer Seite ließen Stuttgart den zweiten Satz mit 25:12 für sich entscheiden. Im dritten Durchgang lief der VfB von Beginn an einem Rückstand hinterher. Auch die Aufschlagsserie von Ulms Hannah Kohn, die fünf Satzbälle abwehrte und auf 23:24 verkürzte, half am Ende nicht – Stuttgart sicherte sich nach hartem Kampf erneut den Satz.

Kochs Team wollte im vierten Durchgang nichts mehr anbrennen lassen, zog schnell auf 20:9 davon und sicherte sich mit dem 25:17-Satzgewinn den Einzug in das Pokalfinale. Etwas Positives nehmen die VfB-Trainer Schädle und Weyer trotz Pokal-Aus für die letzten drei Ligaspiele dennoch mit: „Wenn wir gute Aufschläge, Blöcke und Angriffe spielen, dann können wir mit einem Zweitligisten mithalten“, so Schädle, der mit den Damen weiterhin um die oberen Plätze kämpft.