Tennis WM kommt nach Ulm und Neu-Ulm

Alexander Windisch ist einer der potenziellen Teilnehmer in Ulm und Neu-Ulm.
Alexander Windisch ist einer der potenziellen Teilnehmer in Ulm und Neu-Ulm. © Foto: Volkmar Könneke
Manuela Harant 05.04.2018

Spiel, Satz und Sieg – und das gleich tausendfach – heißt es in diesem Sommer in Ulm und Neu-Ulm. Denn Deutschland und damit auch die Doppelstadt hat den Zuschlag als Ausrichter der Tennis-­Weltmeisterschaften der Senioren erhalten. „Nach der Anfrage von Organisator Florian Ebner haben wir uns als Deutscher Tennis Bund beim Weltverband ITF dafür beworben und gleich im ersten Anlauf den Zuschlag erhalten“, bestätigt Klaus Willert, beim DTB für Seniorensport in Deutschland verantwortlich, und fügt hinzu: „Das wird eine ganz große Sache.“

Bis zu 1500 Spieler erwartet

In der Tat, die Dimensionen, wenn die weltbesten Seniorenspieler aufeinandertreffen, sind riesig: „Pro Altersklasse wird es ein 128er-Feld geben“, schätzt Willert, „und bei den Nationencups werden jeweils 20 bis 30 Länder an den Start gehen“. Insgesamt werden rund 50 Nationen am Start sein, darunter weit entfernte Länder wie Neuseeland, Südafrika oder Brasilien. Der lokale Ausrichter, die M+F Sport GmbH um den begeisterten Tennisspieler Florian Ebner, rechnet mit bis zu 1500 Spielern und Spielerinnen, die die Doppelstadt über zwei Wochen aufmischen. Die geschätzten Umsatzerlöse für Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel liegen laut M+F bei bis zu zwei Millionen Euro.

Unterstützer schnell gefunden

Dabei fing alles mit einer ganz einfachen Idee an: Weil die vergangenen Weltmeisterschaften weit entfernt in Helsinki oder gar Miami stattfanden, fragte Eibner beim Deutschen Tennis-Bund nach, ob es nicht schön wäre, so eine Großveranstaltung vor der Haustür zu haben. Schließlich hätten dann viel mehr hiesige Senioren die Möglichkeit, sich einmal in ihrem Leben den WM-Traum zu erfüllen. „Da war Ulm oder Neu-Ulm als Austragungsort noch gar kein Thema“, erklärt die Marketingveranwortliche bei M+F, Sandra Bohnaker. Letztlich sprangen aber auch schnell weitere begeisterte Tennisspieler aus der Region, wie Weltmeister Alexander Windisch, auf den Zug auf, und Anfang 2016 stand die Bewerbung der Doppelstadt für Deutschland.

Nun der Zuschlag, und es gibt noch jede Menge zu tun: Zwar haben sich bereits vier Vereine, der SSV Ulm 1846, TK Ulm, NTK Neu-Ulm und TSV Pfuhl, als Austragungsstätten zur Verfügung gestellt, aber insgesamt sind 50 Plätze für einen reibungslosen Ablauf nötig. Da die Hauptwettkampfstätten allerdings allesamt nah an der Donau gelegen sind, wird es jedoch in jedem Fall eine WM der kurzen Wege. Außerdem werden noch gute Plätze fürs Rahmenprogramm wie Eröffnungsfeier, Players Party oder die Siegerehrungen gesucht. „Hier ist natürlich die Frage, wie stark uns die beiden Städte unterstützen“, sagt Sandra Bohnaker, die sich aber sicher ist: „Eine Weltmeisterschaft in Ulm und Neu-Ulm, etwas Besseres kann es im Sommer doch kaum geben.“

Heiße Wettkämpfe über zwei Wochen

Die Tennis-WM der Senioren findet von 12. bis 25. August in Ulm und Neu-Ulm statt. In der ersten Woche werden die Team-Weltmeisterschaften ausgespielt, in der zweiten Woche geht es um die Gold-Medaillen in Einzel, Doppel und Mixed.

Zuschauer können sich die Wettbewerbe bei freiem Eintritt anschauen. 

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