Kegeln Kegeln: Wer zu lange feiert, verliert

Symbolbild.
Symbolbild. © Foto: SWP Archiv
Ulm / swp 09.01.2018
Beim Top-12-Turnier des ESC Ulm setzen sich zwei ausgeschlafene Sportler durch.

Sie zählten keineswegs zu den Favoriten, doch am Ende dominierten sie die Konkurrenz deutlich und ließen eine Woche nach Silvester die Sektkorken erneut knallen: Mit jeweils über 30 Kegeln Vorsprung siegten Gernot Ulbrich vom TSV Niederstotzingen und Marion Frey vom BC Schretzheim bei der 38. Auflage des Top-12-Turniers auf den Kegelbahnen des ESC Ulm.

Ulbrich war bereits im Vorlauf am Samstag mit 661 Kegeln klar auf Siegkurs, ließ dann am Finaltag nichts mehr anbrennen und gewann mit 1292 Kegeln souverän. „Damit habe ich nicht gerechnet“, zeigte sich Ulbrich über den Turniersieg bei seiner fünften Teilnahme in der Ulmer Weststadt sichtlich verblüfft. Vor dem letzten von insgesamt vier Durchgängen im Finale über jeweils 30 Wurf (15 in die Vollen, 15 ins Abräumen) „war mir bewusst, dass es klappen würde“, sagte der Sieger. Sein Erfolgsrezept: „Ich bin ein bisschen früher gegangen“, bemerkte Ulbrich und sprach die Partynacht nach dem ersten Wettkampftag im ESC-Vereinsheim an.

„Gar keine Party“ gab es sogar bei der Siegerin der Damen-Konkurrenz. Marion Frey legte am zweiten Tag mit 623 Kegeln einen fulminanten Finaltag hin. Von Vorlaufplatz acht katapultierte sich die Zweitliga-Keglerin vom BC Schretzheim aufs oberste Podest. „Oft versucht, nie erreicht“, lautete ihr Kommentar noch vor dem Finale bei ihrer sechsten Turnierteilnahme. Lediglich Rang zehn belegte Vorjahressiegerin Sabina Sokac (KC Schrezheim), die mit 614 Kegeln nach dem Vorlauf noch klar in Führung lag.

Lokalmatador kommt in Fahrt

Zwei einheimische Akteure schafften indes den Sprung aufs Stockerl. Mit der Finalbestleistung von 633 Kegeln übertrumpfte sich Michael Reiter selbst. Der frühere Ulmer war zu Beginn dieser Saison vom TSV Niederstotzingen zu seinem Heimatverein ESC zurückgekehrt und kämpfte sich dadurch in der Endabrechnung auf Rang drei (1250) nach oben. Die gleiche Platzierung erreichte Pia Wehling vom SV Weidenstetten (1178). Nach Platz acht vor einem Jahr zeigt ihre Tendenz deutlich nach oben. Vielleicht reicht es ja schon beim Top-12 im kommenden Jahr nach ganz oben. Bis dahin soll die Anlage des ESC Ulm zu einer Vorzeigebahn modernisiert sein. Der Weststadtklub plant nämlich einen Umbau auf Plattenbahnen, die dann sogar für internationale Meisterschaften bereit wären.

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