Alina Reh Leichtathletik: Ulmer EM-Rekord in Berlin

Drei Trainer, vier Athleten (von links): Christopher Hallmann, Alina Reh, Mathias Brugger, Stefanie Dauber, Wolfgang Beck, Arthur Abele und Jürgen Austin-Kerl fahren nach Berlin.
Drei Trainer, vier Athleten (von links): Christopher Hallmann, Alina Reh, Mathias Brugger, Stefanie Dauber, Wolfgang Beck, Arthur Abele und Jürgen Austin-Kerl fahren nach Berlin. © Foto: Matthias Kessler
Ulm/Berlin / Wolfgang Scheerer 27.07.2018
Alina Reh über 10.000 Meter, Steffi Dauber im Stabhochsprung und die Zehnkämpfer Arthur Abele und Mathias Brugger sind dabei bei den Titelkämpfen vom 6. bis 12. Augsut.

Bei der Heim-EM sind so viele Leichtathleten des SSV 46 wie noch nie am Start: Ein Quartett hat sich für die Titelkämpfe vom 6. bis 12. August im Berliner Olympiastadion qualifiziert. „Wir sind mächtig stolz und glücklich“, sagt Leichtathletik-Abteilungsleiter Wolfgang Beck und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Ohne Fleiß kein Preis, ohne Moos nix los. Viele sind an diesem Erfolg beteiligt, viele unterstützen uns: von der Stadt Ulm bis zu unseren Sponsoren.“

Mit dem Gesamtpaket wird Sportlern und Trainern der Rücken frei gehalten, um sich aufs große Ziel zu konzentrieren: Europameisterschaft. Arthur Abele und Mathias Brugger im Zehnkampf, Alina Reh über die 10.000 Meter und Stefanie Dauber im Stabhochsprung sind dabei.

Alina Reh (10.000 Meter)

Die 21  Jahre alte Langstrecklerin aus Laichingen, trainiert von Jürgen Austin-Kerl, hat die Norm über 5000 und 10.000 Meter geknackt, schließt einen Doppel-Start in Berlin aber aus. „Ich laufe die 10.000 Meter, das reicht. Aktuell liege ich auf Platz  sechs der Europa-Rangliste und glaube, dass ich meine Zeit noch verbessern kann.“

Nach dem Ermüdungsbruch im rechten Wadenbein hatte sie sich auf den letzten Drücker in deutscher Jahresbestzeit von 32:17,17 Minuten qualifiziert. Alina Reh: „Ich wünsche mir, dass am Ende die Zahl 31 vorne steht.“ Das Rennen wird am Mittwoch, 8. August, 20.45 Uhr ausgetragen.

Stefanie Dauber (Stabhoch)

Die die 30-Jährige, trainiert von Wolfgang Beck, hat bei der DM am Wochenende die letzte Chance genutzt und sich mit Bestleistung (4,45 Meter) das EM-Ticket geholt. „Ich freue mich riesig. Es ist meine erste große Meisterschaft. Wenn ich die Qualifikation überstehen und in den Endkampf vorstoßen könnte, das wäre der Knaller.“ Die Qualifikation steht am Dienstag, 7. August, auf dem Programm, das Finale am Donnerstag, 9. August (jeweils 19.05 Uhr).

Arthur Abele (Zehnkampf)

Der demnächst 32-Jährige war schon nah dran an einer EM-Medaille. Vor vier Jahren in Zürich fehlten dem Olympia-Teilnehmer von 2008 und 2016 elf Zähler. „In Berlin will ich Bestleistung schaffen. Das wären mehr als 8605 Punkte. Wenn ich damit wieder nur Vierter werde, das wäre bitter“, sagt der deutsche Jahresbeste (8481), der zusammen mit Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied/8329) und Brugger (8304) an den Start geht. Keine Angst: Mit 8600 Zählern wäre der Podestplatz garantiert.

Mathias Brugger (Zehnkampf)

„Wir haben einen genauen Plan, und wir wollen als Team auftreten. Das soll man sehen“, sagt Mathias Brugger. Der 25-Jährige wird wie Abele von Christopher Hallmann trainiert. Bei der WM 2017 in London hatte er verletzt aufgeben müssen. Diese Saison stellte er in Götzis seine neue Bestleistung (8304) auf, die er nun steigern will. Kurios: Alina Reh läuft die 10.000 Meter nur 50 Minuten vor den abschließenden 1500 Metern im Mehrkampf und verspricht: „Ich fege für euch die Bahn sauber, damit’s noch besser läuft!“ Die Zehnkämpfer legen am Dienstag, 7. August, 9.30 Uhr los, am Mittwoch dann um 9.35 Uhr.

Livebilder aus dem Olympiastadion

ARD und ZDF, mit denen der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) einen Vertrag für Großereignisse bis 2024 abgeschlossen hat, übertragen wechselweise abends rund zwei Stunden lang aus dem Berliner Olympiastadion. Auch Eurosport berichtet live.

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