Der Kader des Eishockey-Landesligisten VfE Ulm/Neu-Ulm hat die Qualität, um den nicht unbedingt eingeplanten Sprung in die Bayernliga zu verwirklichen. Auch wenn es zum Auftakt der Aufstiegsrunde eine vermeidbare 4:6 (1:0, 2:3, 1:3)-Niederlage vor 600 Zuschauern im Eisstadion Neu-Ulm gegen den Bayernliga-Zwölften ERV Schweinfurt gegeben hat. „Das war ein Duell auf Augenhöhe, wo sich keiner etwas schenkt und die Fehler ausgenutzt werden“, bilanziert VfE-Vorstandsvize Georg Meißner.

Einer der beiden Favoriten auf einen der drei Top-Plätze, die am Ende der Runde die Bayernligazugehörigkeit in der neuen Spielzeit garantieren, wurde jedenfalls von den Devils gehörig ins Schwitzen gebracht. So hatten Florian Döring (4.) und Dominik Synek (24.) die Gastgeber vor dem begeisterten Publikum mit 2:0 in Führung und Torwart Maximilian Güßbacher die ERV-Sturmreihen um Spielertrainer Josef Straka mit einigen Paraden zur Verzweiflung gebracht. „Die Devils haben den besten Kader, seit sie in die Landesliga aufgestiegen sind“, betont Ex-Trainer Michael Bielefeld, der das Geschehen im Eisstadion verfolgte.

Allerdings hatte es sich dann die Mannschaft von Trainer Robert Linke selbst zuzuschreiben, dass sie am Ende mit leeren Händen dagestanden ist. „Uns fehlt einfach die Cleverness. Wir können die Führung nicht verwalten, sondern bekommen in fünf Minuten drei Gegentore“, ergänzt Meißner. Vermeidbare Patzer, die Jonas Manger (28.), Daniel Tratz (30.) und Straka (32.) ausnutzten, sorgten für die zwischenzeitliche Wende. Michael Simon (39.) konnte dann wieder ausgleichen. Mannschaftskollege Sebastian Koberger (44.) beförderte den Puck mit dem Schläger unglücklicherweise ins eigene Gehäuse. Das 4:4 durch Synek (50.) lieferte einen neuen Hoffnungsschimmer. Doch VfE-Verteidiger Felix Anwander verlor im eigenen Drittel die Scheibe und begünstigte so die Vorentscheidung durch Schweinfurts Straka (57.). Als die Devils dann noch ihren Torwart gegen einen sechsten Feldspieler herausnahmen, fiel der sechste ERV-Treffer durch Patryk Ribar (60.). Morgen (17.30 Uhr) bestreitet der VfE die nächste Partie beim Bayernligaabsteiger von 2018, EC Pfaffenhofen.