Rudern Ulmerin Volk holt WM-Silber

Jubelstimmung in Posen: Katrin Volk (vorne) feiert mit ihrer Ruder-Partnerin Sophia Krause Silber im leichten Doppelzweier.
Jubelstimmung in Posen: Katrin Volk (vorne) feiert mit ihrer Ruder-Partnerin Sophia Krause Silber im leichten Doppelzweier. © Foto: DRV/Detlev Seyb
Ulm / Hansjörg Käufer 01.08.2018

Sie ist noch keine 20 und holte am Wochenende den bislang größten Erfolg ihrer noch jungen Ruderkarriere: Katrin Volk, die Radolfzellerin, die seit vergangenem September in Ulm Medizintechnik studiert und sich dem Ulmer Ruderclub Donau (URCD) angeschlossen hat, ruderte im leichten Doppelzweier hinter Italien zusammen mit Sophia Krause aus Limburg bei der U-23-Weltmeisterschaft zu Silber. Auf dem Malta-See vor den Toren der polnischen Metropole Poznan erreichten die Ruderer der Ulmer Trainingsgruppe darüber hinaus einen siebten Platz im leichten Doppelvierer um den Ulmer Schlagmann Mahni Fatahi.

Volk und Krause mussten bei ihrem Silbersturm derweil nach ihrem dritten Platz im Vorlauf erst einmal den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen, kamen jedoch im Laufe der Weltmeisterschaft immer besser in Fahrt. Im Halbfinale zeichnete sich dann ab, dass bei einem optimalen Rennen eine Medaille in Reichweite sein könnte.

Und in der Tat, die jungen Damen zeigten sich am Finaltag von dem hohen Wellengang wenig beeindruckt und erwischten einen optimalen Start. Nahezu auf einer Höhe mit Griechenland, Italien und Großbritannien passierten Volk und Krause die Zwischenzeitnahme bei 1000 Meter. Australien und die Schweiz spielten zu diesem Zeitpunkt schon keine Rolle mehr. Während in der Folge Italien mit einer knappen Länge in Führung ging, konnten die Deutschen auf den letzten 500 Metern Großbritannien und Griechenland abschütteln und zu Silber rudern. „Unser Rennen lief total nach Plan“, freute sich die Ulmer Studentin und erläuterte: „Vom Start weg sind wir vorne mitgefahren und waren gegen Ende in der Lage, das Tempo nach einmal zu erhöhen.“

Endlauf hauchdünn verpasst

Nicht ganz so gut erging es dem leichten Doppelvierer mit Mahni Fatahi am Schlag. Dem Quartett fehlten hinter Irland und Spanien im Hoffnungslauf 67 Hundertstel zum Finaleinzug. Dabei hatte das Ulmer Eigengewächs im Vorfeld noch Zuversicht ausgestrahlt: „Unsere letzten Teststrecken verliefen recht gut, wir gehen also optimistisch in die Rennen.“

Eine kleine Wiedergutmachung gelang dafür im kleinen Finale: Hier ruderte der Ulmer Chemie-Student mit seinen Nationalmannschaftskollegen vor Japan, Großbritannien, Österreich, Norwegen und Estland zu einem unangefochtenen Start-Ziel-Sieg, was in der Endabrechnung Platz sieben bedeutete.

900

Ruderer aus 55 Nationen haben an der U-23-WM in Posen teilgenommen. Insgesamt befand sich das deutsche Nationalteam mit den Ulmer Teilnehmern eine Woche auf dem Malta-See.

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