Rudern Ulmer Ruderern fehlt noch ein Schritt zur WM

Hat auch die nächste Sichtungsrunde für die U-23-WM gut überstanden: Mahni Fatahi vom Ulmer Ruderclub.
Hat auch die nächste Sichtungsrunde für die U-23-WM gut überstanden: Mahni Fatahi vom Ulmer Ruderclub. © Foto: Hansjörg Käufer
Ulm / Hansjörg Käufer 04.06.2018
Ein Ulmer Ruder-Quartett hat sich bei Regatten in Hamburg und Ratzeburg erneut fürs Nationalteam empfohlen.

Wenn auch einzelne Leistungen nicht ganz den Erwartungen entsprachen: Die Truppe des Nachwuchs-Bundesstützpunktes des Ulmer Ruderclubs Donau hat sich mit tollen Ergebnissen bei den Rennen auf dem Wasserpark Allermöhe bei Hamburg (U 19) und dem Ratzeburger Küchensee (U 23) in Szene gesetzt. Mit fünf Siegen rückten WM-Teilnahmen für Katrin Volk, Mahni Fatahi und Clara Oberdorfer in greifbare Nähe.

Ein Riesenschritt nach vorne gelang der Leichtgewichtsruderin Katrin Volk. Nicht nur, dass sie sich in der Einer-Rangliste vom vierten auf den zweiten Platz verbesserte. Einen Auftritt nach Maß zeigte sie mit Sophia Krause (Limburg) im Doppelzweier. Auf technisch hohem Niveau hatte das Duo die Gegnerschaft in jeder Phase des Rennens im Griff und siegte ungefährdet vor den Booten aus Dänemark und Tschechien. Erst an fünfter Stelle und damit gut drei Längen hinter Volk/Krause passierte ein weiteres deutsches Boot die Ziellinie.

Tags darauf präsentierten sich die Süddeutschen ein weiteres Mal in Galaform. Erneut waren es die Damen aus Dänemark und Tschechien, die gegen Volk/Krause kein Rezept fanden. Noch deutlicher fiel der Vorsprung zur deutschen Konkurrenz aus: Fünf Längen brummten sie dem Boot aus Berlin auf. Damit dürfte klar sein, wer im Doppelzweier zur U-23-WM fährt.

Eingespieltes Team

Nominiert wird in zwei Wochen bei den deutschen Meisterschaften der U 17 bis U 23, die auf dem Fühlinger See in Köln über die Bühne gehen. Das Duo könnte wohl nur ein Bootsschaden oder Krankheit ausbremsen. Doch an so etwas denkt niemand. „Mit Sophia läuft es richtig gut und wir verstehen uns auch außerhalb des Bootes prima“, freut sich die 20-Jährige auf die anstehenden Herausforderungen.

Die U-23-WM findet Ende Juli in Posen statt. Ob Katrin Volk von Mahni Fatahi begleitet wird, hängt von den Resultaten in Köln ab. Der Ulmer Leichtgewichtsruderer platzierte sich in der Einer-Rangliste denkbar knapp an vierter Stelle und bringt zudem einen dritten Platz im leichten Doppelzweier als auch im Doppelvierer auf seiner Haben-Seite mit. Rein rechnerisch dürfte es also für ein WM-Ticket reichen.

Wie schon die ganze Saison über blieb der Juniorinnen-Vierer mit der Ulmerin Clara Oberdorfer und ihren drei Hanauer Partnerinnen Celina Waldschmidt, Lisa Holbrook und Shirin Dragusha auch auf dem Wasserpark Allermöhe bei Hamburg ungeschlagen. Deutliche eineinhalb Längen betrug der Vorsprung auf das Team Nord-West, der Rest des Feldes ruderte weiter abgeschlagen durchs Ziel. Da konnte die Ulmerin gut verschmerzen, dass es bei der Zweier-Rangliste mit Celina Waldschmidt nur zum siebten Platz reichte. „Der Fokus lag ganz klar auf dem Vierer,“ erklärte der Ulmer Junioren-Trainer Jannik Möller. Denn „in Köln wird die Meister-Crew direkt für die Junioren-WM nominiert“. Eine ernsthafte Konkurrenz, die Oberdorfer und Co. gefährden könnte, ist weiterhin nicht in Sicht.

Hauchdünne Entscheidung

Zwei weitere Siege zu der erfreulichen Ulmer Bilanz steuerte Chiara Kracklauer in der leichten Juniorenklasse bei. Im Doppelzweier mit Antonia Wuerich (Marbach) hatten die Mädchen aus Essen, Herdecke und Aarhus nichts zu bestellen.

Viel enger ging es im Doppelvierer zur Sache. Ergänzt durch Isabel Böhle (Eberbach) und Carina Pollmer (Ludwigshafen) führte das Quartett über die gesamte Zwei-Kilometer-Distanz hauchdünn vor der Renngemeinschaft Düsseldorf/Neuss/Köln. Im Ziel hatten die Süddeutschen mit 89 Hundertstel das bessere Ende für sich. Am zweiten Renntag drehten die Westdeutschen allerdings den Spieß um. Für die Meisterschaftsrennen in zwei Wochen zeichnet sich also eine garantiert interessante Auseinandersetzung ab.

Anna Kracklauer am Ergometer stark

Wie es mit U-23-Ruderin Anna Kracklauer weitergeht und ob es für einen internationalen Einsatz reicht, wird sich nach den Rennen von Köln zeigen. Auf ihrer Haben-Seite steht ein äußerst guter Ergometer-Wert sowie ein zweiter Platz im gesteuerten Vierer aus Ratzeburg.

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