Leichtathletik Ulmer Leichtathleten nicht vom Glück verfolgt

Beim Darmstädter Crosslauf lag Alina Reh vor Konstanze Klosterhalfen. Bei der Hallenmeisterschaft gestern in Dortmund  musste die Ulmerin ihre Rivalin ziehen lassen. Ihr Trainingsrückstand war zu groß.
Beim Darmstädter Crosslauf lag Alina Reh vor Konstanze Klosterhalfen. Bei der Hallenmeisterschaft gestern in Dortmund  musste die Ulmerin ihre Rivalin ziehen lassen. Ihr Trainingsrückstand war zu groß. © Foto: /Eibner
Dortmund / chu 19.02.2018

Hätte, hätte, Fahrradkette – unter diesem Motto zeigten die Ulmer Leichtathleten bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund zwar Leistungsstärke, waren aber nicht vom Glück verfolgt. Alina Reh musste sich über 3000 Meter mit Rang vier begnügen. Stefanie Dauber verpasste knapp eine Medaille im Stabhochsprung. Manuel Eitel und Silas Ristl schrammten am Finaleinzug vorbei.

Es war das Highlight der Meisterschaften: Konstanze Klosterhalfen (Leverkusen) rannte im Alleingang zum deutschen Rekord über 3000 m, der 30 Jahre Bestand hatte. Alina Reh musste diesmal kleinere Brötchen backen. Die 21-Jährige musste  ihrem Trainingsrückstand Tribut zollen und wurde in  9:02,42 Minuten Vierte. Die neun Sekunden, die ihr zur Bestleistung fehlten, zeugen von der fehlenden Substanz nach Krankheit und Verletzungen.

Nervosität zu groß

Überraschend knapp an einer Medaille vorbei schrammte Stabhochspringerin Stefanie Dauber. Die süddeutsche Meisterin stieg hochmotiviert, aber auch sehr nervös in den Wettkampf ein. Obwohl sie weit über der Latte war stürzte sie bei der Einstiegshöhe von 4,11 m zwei Mal von oben auf die Latte, ehe sie mit einem sicheren Sprung im Wettkampf war. „Diese zwei zusätzlichen Versuche haben ihr Körner für die 4,41 gekostet“, war sich Trainer Wolfgang Beck sicher. Die hätten zur Bronzemedaille gereicht. Doch auch mit ihrer neuen Bestleistung von 4,31 m konnte Dauber zufrieden sein.  Vize-Europameisterin Lisa Ryzih (Ludwigshafen) schaffte bei ihrem Saisoneinstieg nur mit Müh und Not ihre Anfangshöhe von 4,46 m und musste sich am Ende mit Silber hinter Katharina Bauer (Leverkusen) begnügen, die 4,51 m überquerte.

Nur hauchdünn verpasste Manuel Eitel das Finale. Der 21-jährige Mehrkämpfer wollte gegen die Spezialisten über 60 m Hürden seine Bestzeit steigern. Das gelang ihm im Vorlauf mit 8,21 Sekunden um acht Hundertstelsekunden. Dass man damit ins Finale kommen könnte, hatten sich wohl weder Eitel noch sein Trainer Christopher Hallmann ausmalen können. Nach Auswertung der Zielfotos bekam allerdings der Dortmunder Vogt wegen einer Tausendstelsekunde den Vorzug und damit das achte Ticket für den Endlauf.

Silas Ristls Pech mit dem dritten Versuch

Kugelstoßer Silas Ristl,  der an der Schulter verletzt war, verpasste sein Ziel, das Finale der besten Acht zu erreichen. 17,39 Meter reichten nur zu Platz zehn. Dass mehr drin gewesen wäre, zeigte sein dritter Versuch weit über 18 Meter. Dabei konnte der 23-jährige sich aber nicht im Ring halten. Der Versuch war ungültig.