Biathlon Ulmer im Alpencup vorn dabei

Im Schneetreiben von Ridnaun behielt Philipp Lipowitz (Zweiter von rechts) den Überblick.
Im Schneetreiben von Ridnaun behielt Philipp Lipowitz (Zweiter von rechts) den Überblick. © Foto: Ute Gallbronner
Ridnaun / Ute Gallbronner 16.01.2019

Mareike Braun und Philipp Lipowitz vom DAV Ulm haben sehr gute Chancen, bei den Jugend- und Junioren-Weltmeisterschaften in Osrblie dabei zu sein. Beide überzeugten bei den Wettkämpfen des Alpencups in Ridnaun, die der Deutsche Ski-Verband als Qualifikationsgrundlage heranzieht.

Auf den anspruchsvollen Strecken in Südtirol waren rund 450 Biathleten aus dem Alpenraum am Start. Viel los also auf den Strecken und am Schießstand. Philipp Lipowitz bringt das freilich nicht mehr aus der Ruhe. Im Einzel der Junioren über 15 Kilometer galt es vor allem, sicher zu schießen – und genau damit sicherte sich der 19-Jährige den dritten Platz. Nur eine Strafminute kassierte Lipowitz, musste sich mit 1:27,8 Minuten Rückstand lediglich dem Schweizer Sebastian Stalder (44:02,4 Minuten/1) und Tim Grotian (+15,6/2) aus Mittenwald beugen.

Das machte Lipowitz Mut für den zweiten Tag. Im Sprint verpasste er einen weiteren Podestplatz nur um sieben Sekunden. Dieses Mal setzte sich Grotian in 30:49,1 Min. (1) über 10 Kilometer vor den fehlerfrei gebliebenen Kevin Gontel (Italien/+12,5 Sek.) und Sebastian Trixl (Österreich/+30,3) durch. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte der Laichinger im Ziel. Nach dem ersten Schießen war er fehlerfrei geblieben und hatte zum laufstarken Danilo Riethmüller aufgeschlossen. „Ich habe gesehen, dass ich mit ihm  mithalten kann. Das hat mir geholfen“, sagte Lipowitz.

Eine kommt durch

Nur beim internen, dritten Wettkampf der Deutschen am Montag klappte es für Philipp Lipowitz am Schießstand nicht mehr. Dennoch dürfte der DSV an ihm kaum vorbeikommen, wenn es um die Junioren-WM geht.

Chancen auf eine Nominierung durfte sich auch die Damen-Riege des DAV Ulm ausrechnen. Marina Sauter musste aber nach dem vierten Platz im Einzel die Koffer packen: Ihre Adduktoren-Verletzung machte ihr erneut zu schaffen. Auch Lena Hanses hat mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Läuferisch ist die 19-Jährige noch nicht so stark wie im Vorjahr. Dazu kommt, dass bei den Frauen drei Jahrgänge (1999 bis 97) zur Junioren-WM fahren.

Im Einzel kam Lena Hanses beim Sieg der Italienerin Samuela Comola (43:27,4/0) auf Platz sechs (+1:57,1/1). Beste Deutsche war Juliane Frühwirth (Tambach) als Zweite, die den Sprint über 7,5 Kilometer dann gewann. Lena Hanses wurde Sechste, verlor aber mehr als zwei Minuten auf Frühwirth. Zudem schoben sich drei weitere Deutsche dazwischen. Im internen Wettkampf rangierte sie im Mittelfeld.

In der Jugend 2 (J18/19) überzeugte Mareike Braun durch konzentriertes Schießen. Das brachte sie im Einzel über 10 Kilometer aufs Treppchen. Lisa Spark (Traunstein/1) gewann in 34:13,2 Minuten vor Anna Gandler (Österreich/+21,6/2) und der Ulmerin (+28,9/1). „Ich bin zu schnell angegangen, weil ich meine Schwester vor mir gesehen habe“, sagte die 18-Jährige. Sabrina Braun verbaute sich ein noch besseres Ergebnis als Rang acht mit zwei Fehlern. Noch schlimmer erwischte es sie im Sprint. Mit fünf Fahrkarten war sie chancenlos und hat trotz ihrer bisher stabilen Leistungen keine Chance mehr auf die WM-Teilnahme.

 Mareike Braun schoss zweimal daneben und landete auf Platz sechs. Dieses Mal hatte Anna Gandler, Tochter des ÖSV-Sportdirektors, die Nase vorn. Beim internen Massenstart rannte Mareike Braun mittenrein in die Gruppe der Juniorinnen. Damit dürfte sie die besten Karten haben, bei der Jugend-WM dabei zu sein.

Mit Junioren-Weltmeisterschaften haben die Jüngsten noch nichts am Hut, dafür aber in Ridnaun das größte Starterfeld. Mehr als 100 Mädchen traten in der Jugend I (J16/17) an, und manch eine hatte mit der sehr selektiven Strecke schwer zu kämpfen. Charlotte Gallbronner zeigte im Einzel ein gutes Rennen. In 38:58,4 Minuten kam sie auf den elften Platz. Drei Fehler kosteten sie aber ein noch besseres Ergebnis. Für den ersten Sieg im Deutschland-Pokal reichte es der 15-Jährigen dennoch. Im Sprint, der bei heftigem Schneetreiben stattfand, kam sie auf Platz 16 (4. Deutschlandpokal) ins Ziel.

Keine Wettbewerbe in Oberwiesenthal

Absage Der für das Wochenende geplante Auftakt des Deutschen Schüler-Cups fällt dem Schnee zum Opfer. Der Veranstalter WSC Erzgebirge Oberwiesenthal hat die Wettbewerbe abgesagt, weil die dortige Arena gesperrt ist – Bäume drohen umzufallen.

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