Ulm / Detlef Groninger

Die Zusammenstellung des Kaders für die zweite Saison in der Baseball-Bundesliga der IT sure Falcons Ulm ist fast abgeschlossen. Es fehlen eigentlich nur noch zwei, maximal drei Puzzleteile zur Vervollständigung einer wirklich konkurrenzfähigen Mannschaft, die auch einmal die Großen der Branche in die Bredouille bringen kann. „Das ist soweit schon ein ganz guter Kader. Wir werden uns besser behaupten als in der vergangenen Runde“, kündigt der gebürtige Kubaner Arlen Barrera, der zusammen mit dem ebenfalls neuen Spielertrainer Joseph Germaine als sportliches Kommandogeber-Duo fungiert, an.

Durch Barreras Kontakte konnten auch die jüngsten beiden Neuzugänge an die Donau gelotst werden. Der venezolanische Nationalspieler Carlos Parra ist dabei eine große Hausnummer. Der 37-Jährige spielte zuletzt beim argentinischen Meister Cordoba Falcons und sorgte im vergangenen Jahr als Werfer beim Sensationssieg von Venezuela bei den zentralamerikanischen Spielen gegen den Top-Favoriten Kuba für Aufsehen. In seinen sieben Durchgängen auf dem Feld gestattete er den kubanischen Schlagmännern gerade einmal bei zwei Versuchen einen Hit (der Schlagmann erreicht nach dem Schlag beim Lauf die erste Base). „Er ist ein absoluter Top-Athlet und wird jeweils in der zweiten Partie an den Doppelspieltagen als Werfer eingesetzt“, kündigt Barrera an.

Vor dem Saisonstart am 30. März bei den Mannheim Tornados erhöht auch Aaron Leon die Qualität in der Mannschaft. Der ehemalige Nationalspieler Spaniens will sich in der Bundesliga wieder für seine nationale Auswahl empfehlen. Der 26-Jährige holte in der vergangenen Spielzeit mit den Teneriffa Marlins die spanische Meisterschaft. Sein Vater Nestor ist Kubaner, Trainer in Teneriffa und ein Freund von Barrera. Leon junior wird im Middleinfield und ebenfalls als Pitcher eingesetzt. Das Duo Parra und Leon soll ebenso wie die bereits zuvor bekannten neuen Gesichter mit dem litauischen U-23-Nationalspieler Robertas Vilimas und dem britischen Nationalspieler Estevenson Encarnacion die Schwachstelle der vergangenen Ulmer Bundesliga-Saison vergessen machen. Somit sind vier Hochkaräter für die Werferstelle vorhanden. „Der entscheidende Unterschied zur letzten Spielzeit ist, dass wir Spieler holen konnten, die uns wirklich weiterbringen. Wir haben uns sehr positionsbezogen verstärkt“, betont Florian Steinborn,  der Abteilungsleiter Baseball beim Hauptverein VfB Ulm ist.

Auch weiterhin wird auf nationale Akteure gesetzt. „Das wichtigste ist, dass deutsche Spieler bei uns die Perspektive haben, erste Liga zu spielen. Wir werden die Mannschaft nicht wild zusammenstückeln um maximal erfolgreich zu sein“, ergänzt Steinborn. „Die Förderung in unserem Nachwuchsbereich soll nicht zu kurz kommen.“ Deswegen werden auch die ausländischen Spieler als Trainer im eigenen Jugendbereich der Falcons Ulm eingebunden.