Kunstturnen Ulm sichert Klassenerhalt in der Bundesliga

Ulm / Bernhard Kotz 17.04.2018

Schon vor dem letzten Wettkampftag im Herbst in Berlin haben die Turnerinnen vom Leistungszentrum Ulm mit einem überraschenden fünften Platz den Verbleib in der 1. Kunstturn-Bundesliga gesichert. Im bayrischen Monheim kam Laura Jurca in der Einzelwertung auf den achten Platz, und auch Elisa Gräßler konnte überzeugen.

Schon im Vorfeld war klar, dass es ohne die holländische Spitzenturnerin Tisha Vollemann schwer werden würde. Die Mädchen von Trainer Gabor Szücs und Daniela Nicolai zeigten am Schwebebalken Nerven und mussten jeweils einmal vom Gerät absteigen. Mit 38,65 Punkten reihte sich Ulm zunächst ganz hinten ein.

Am Boden waren die Ulmerinnen aber gewohnt sicher. Elisa Gräßler als Jüngste, Evelyn Reisig, Natalie Wolfgang und Laura Jurca holten solide 44,90 Punkte. Am Sprung dann ein Schreckmoment: Laura Jurca musste ihren ersten Versuch abbrechen, durfte diesen aber wiederholen. Zumindest eine Nullerwertung konnte sie damit abwenden. Gemeinsam mit Evelyn Reisig, Elisa Gräßler und Timea Flaig erturnte sie 47,80 Punkte.

Am letzten Gerät, dem Stufenbarren, trumpfte vor allem Janine Berger auf. Ihre Flugshow wurde nur noch von der Nationalturnerin Kim Bui (14,50) übertrumpft. Mit 13,50 Punkten erreichte sie die zweitbeste Tageswertung am Barren und wurde von den Zuschauern in der Monheimer Stadthalle gefeiert. Laura Jurca, Elisa Gräßler und Evelyn Reisig ließen dann nichts mehr anbrennen. Mit 43,80 Punkten am Stufenbarren erreichte der SSV Ulm 1846 in der Endabrechnung 175,15 Punkte und platzierte sich völlig überraschend vor Mannheim, Dresden und Steglitz. Das bedeutete zugleich den vorzeitigen Klassenerhalt.