Baseball Ulm gelingt Coup gegen Regensburg

Den Ulmern um Carlos Figueredo gelang ein Coup.
Den Ulmern um Carlos Figueredo gelang ein Coup. © Foto: Rudi Apprich
Ulm / Detlef Groninger 23.04.2018

Die VfB Ulm Falcons sorgen in der Baseball-Bundesliga weiter für Aufsehen. Gegen die Buchbinder Legionäre Regensburg, eine der beiden Top-Adressen in der Süd-Staffel, gelang am Doppelspieltag auf dem eigenen Gelände im Pfaffenhau sogar ein Husarenstreich. Nach der 1:21-Niederlage im ersten Kräftemessen holte sich die Mannschaft des Trainergespanns Senad Sekic und Georg Oberst einen überraschenden 10:7-Erfolg und feierte somit den zweiten Bundesligasieg im achten Spiel. „Damit hat keiner gerechnet. Das ist für uns ein Megatag und der bislang größte Sieg der Vereinsgeschichte“, jubelte Falcons-Abteilungsleiter Florian Steinborn: „Wir sind nach dem Spiel etwas ausgeflippt.“

Spannung bis zum Schluss

In dieser Begegnung hatte Werfer Antonio Horvatic die Gäste jederzeit im Griff. Bei mehr als 130 Würfen raubte er den Regensburgern den Nerv. Und am Schlag sorgten Klaus Nikolici, Kruno Gojkovic und Joshua Petersen für die Höhepunkte. Die Ulmer zogen auf 10:4 davon. Regensburg kam noch auf 10:7 heran. „Sie haben dann ganz schön Druck aufgebaut. Der letzte Abschnitt war hochdramatisch“, gestand Steinborn. Die Sensation geriet noch in Gefahr. Regensburg hatte alle Bases besetzt und hätte mit einem Homerun das Blatt wenden können. Doch in dieser Phase gelangen den Falcons-Eigengewächsen Robin Budzinski und Thomas Geiger spektakuläre Fangaktionen. „Es war wichtig zu sehen, dass sie in so einer engen Situation die Nerven behalten“, lobte Steinborn.

Mit dem 10:7-Triumph war die Taktik nach der deutlichen 1:21-Pleite im ersten Spiel aufgegangen. Der Niederländer Wally Vrolijk hatte bei seinen Würfen Probleme mit der Kontrolle. Er leistete sich zu viele schlechte Aktionen und musste bereits nach dem vierten Durchgang die Segel streichen. „Normal müsste er sechs oder sieben Runden schaffen“, betonte Steinborn. Beim Stand von 0:7 wurden die weiteren Top-Werfer für das zweite Spiel geschont. Stattdessen bekamen die VfB-Talente vor 150 Fans die Möglichkeit, Bundesliga-Luft zu schnuppern.

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