Baseball Ulm Falcons mit gemischtem Bundesliga-Start

Werfer Wally Vrolijk triumphierte mit Ulm.
Werfer Wally Vrolijk triumphierte mit Ulm. © Foto: Rudi Apprich
Detlef Groninger 03.04.2018

Der erhoffte ganz große Wurf gelang den VfB Ulm Falcons bei der Premiere in der Baseball-Bundesliga dann doch nicht. „Es wäre mehr drin gewesen“, bilanzierte Sportdirektor Georg Oberst nach den beiden Partien gegen die Saarlouis Hornets, dem vermeintlichen Hauptkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Dem 16:5-Erfolg ließen die Ulmer eine 8:10-Niederlage folgen.

Vor 150 Zuschauern auf der eigenen Anlage im Pfaffenhau warf Iris Mann, als Bürgermeisterin bei der Stadt Ulm für die Bereiche Kultur, Bildung und Soziales zuständig, den Saisoneröffnungsball. Das schien dann für das anschließende Startspiel ein gutes Omen für die Gastgeber zu sein. Vor allem Wally Vorlijk raubte bei seinen Würfen in den ersten sechs Abschnitten den Saarländern den Nerv. Der Niederländer von der Karibikinsel Curacao war im ersten Spiel der überragende Akteur. „Er war bei der Kontrolle seiner Würfe schon deutlich besser als bei den Testpartien in Köln“, lobte Co-Trainer Oberst, der den Chefkommandogeber Senad Sekic vertrat.

Neuzugänge überzeugen

Im siebten Durchgang machte dann der kroatische Nationalspieler Antonio Horvatic als Werfer den Sack vorzeitig zu. Bei einem Vorsprung von mehr als zehn Punkten konnte der Sieg bejubelt werden. Dabei gelangen den beiden Neuzugängen Lukas Antoniuk (vom Bundesligakontrahenten Heidenheim Heideköpfe) und dem neuseeländischen Nationalspieler Duncan Izaaks, der erst drei Tage zuvor aus Australien eingetroffen war, jeweils ein Home Run. Izaaks hatte mit den Adelaide Angels das Finale der Südaustralischen Meisterschaft verloren. „Du hast gesehen, dass Duncan was kann. Es lief für ihn aber noch nicht so gut. Er kam auch aus der Hitze mit 35 Grad in unsere Kälte“, sagte Oberst.

Beim zweiten Kräftemessen verschliefen die Falcons die ersten beiden Durchgänge und lagen mit 0:6 im Rückstand, dem die Gastgeber dann hinterher springen mussten. Dabei kamen die Ulmer überhaupt nicht mit Saarlouis US-Amerikaner Jake Levin zurecht. Er schlug zwei Homeruns. Hoffnung keimte bei den Falcons vor allem nach dem fünften Abschnitt auf, als das überragende Duo Horvatic und Carlos David Figueredo Di Sarli Punkte um Punkte sammelte. Vor dem letzten Spielabschnitt waren die Falcons beim Zwischenstand von 8:9 fast dabei, doch noch die Wende herbeizuführen. „Dann haben uns die Nerven einen Streich gespielt“, meinte Oberst. Die Aufholjagd blieb nicht vom Erfolg gekrönt.

Am kommenden Freitag (19 Uhr) und Samstag (14 Uhr) stehen dann die Spiele bei den Mainz Athletics, eine der vier Top-Adressen in Deutschland an. Oberst: „Wir haben in der Mannschaft noch Luft nach oben. Nach Mainz wissen wir aber, wie weit wir wirklich schon sind.“