Erbach / Sebastian Schmid  Uhr
In Erbach gelingt sowohl dem Dornstadter als auch dem Ulmer Landesliga-Team eine Saisonbestleistung. Die Frauen des SSV 46 freuen sich ebenfalls über ihr bislang bestes Abschneiden.

Als die Tortur beendet war, gab es die erfrischende Belohnung. Das Deutsche Rote Kreuz hatte sich beim Erbacher Triathlon mit zehn Helfern direkt hinter der Ziellinie postiert und nahm die 1060 Starter mit kalten Schwämmen und einer kühlen Dusche in Empfang. Trotzdem waren den Finishern die Strapazen der Hitzeschlacht anzusehen. „Die waren sichtlich k.o.“, sagte Chef-Organisator Wolfgang Schweikart, der zufrieden auf die Veranstaltung zurückblickte.

Nach einem missglückten Tauchversuch im Erbacher Badesee musste eine junge Frau am Samstag reanimiert werden. Auch die Notfallseelsorge war im Einsatz.

Denn trotz den extremen Bedingungen gab es keinen Hitze-Kollaps. Das einzige Mal, dass Sanitäter eingreifen mussten, war auf der Radstrecke, als zwei Teams beim Windschattenfahren kollidierten. „Da gab es ein paar kleinere Blessuren“, so Schweikart, der sich nicht nur über eine reibungslose Veranstaltung, sondern auch über zahlreiche Zuschauer freuen konnte.

Heimvorteil setzt Kräfte frei

Der Auftritt vor Freunden und Familie beflügelte die lokalen Mannschaften. So belegten die Herren des Mack-Teams Dornstadt in der Landesliga Nord mit dem 14. Rang einen guten Platz mit im Mittelfeld. Oliver Mülker, Alexander Hank und Bernd Wohlfahrt kamen nach 1:17:35 Stunden ins Ziel. Es war das bislang beste Saisonergebnis für Dornstadt.

Selbiges gilt für die Herren der HR Architekten SSV Ulm 1846. Während die Ulmer in den ersten beiden Wettbewerben unter den 18 Teams mit Rang 15 und 17 Plätze im hinteren Feld der Landesliga Süd belegten, setzte der Heimwettkampf neue Kräfte frei. Markus König, Timo Maier, Florian Besancon kamen nach 1:16:53 Stunde im Donauwinkelstadion an und beendeten den Erbach-Triathlon auf dem zehnten Platz.

Auch die Frauenmannschaft des SSV 46 war vom Heimvorteil beflügelt und lieferte ihr bislang bestes Ergebnis ab. Nach zwei 16. Plätzen im 20er-Feld freuten sich Annika Held (2:45:44), Tanja Zast (2:50:06) und Alexandra König (2:55:59) über den 13 Rang.

Keine neue Saisonbestleistung gelang dem Ulmer Mastersteam, was aber daran lag, dass sich die SSV-46-Senioren in dieser Saison bislang in starker Form präsentieren. Mit ihrem siebten Platz bestätigen Christian Ernst, Jörg Schneider und Michael Balmberger (1:19:57) in Erbach aber das gute Ergebnis vom Liga-Auftakt in Neckarsulm.

Der Heimvorteil kam auch beim offenen Triathlon über die Olympische Distanz zum Tragen. Rainer Aumann vom Team Teva Ratiopharm war über die 1,5 km Schwimmen, 43 km Radfahren und 10 km Laufen in 2:15:57 Stunden am schnellsten im Ziel. Bei den Frauen setzte sich Larissa Sauter vom Post SV Tübingen (2:33:50) durch.

Beim Volkstriathlon (0,5 - 23- 5) belegte Jenny Weiß vom ASC Ulm/Neu-Ulm (1:19:10) hinter Karin Vester (TF Feuerbach/1:17:12) den zweiten Platz. Den Sieg bei den Herren sicherte sich Florian Adami vom (Tri-Team Freiburg/1:04:27) vor Michael Enderle von der TSG Söflingen, der 1:08:36 Stunden benötigte.

Das könnte dich auch interessieren:

Enttäuschung über das WM-Aus:Deutschland verliert gegen Schweden mit 1:2 im Viertelfinale und verpasst auch die Olympia-Qualifikation.

Die Geschichte von Mona Mayr könnte kaum beeindruckender sein. Die Straßerin lebt mit ihrem Start-up Langhaarmädchen ihren Traum. Der Weg dorthin führte sie einmal um die Welt - und zu sich selbst.

Gebührender Abschied für Günter Hammele

Als Günter Hammele ins Ziel kam, wurde er von einer größeren Gruppe von Ulmer Triathleten begleitet. Die hatten extra auf den 81-Jährigen gewartet, um mit ihm gemeinsam die letzten Meter seines allerletzten Dreikampfs zu laufen. Das Triathlon-Urgestein des SSV Ulm 1846 absolvierte die Volksdistanz in 2:23:15 Stunden.