Das Top-12-Kegel-Turnier in der Ulmer Weststadt erlebt jetzt seine 37. Auflage. Und das mit einer gravierenden Änderung: Es werden nur noch 120 Wurf gespielt. Der Vorlauf startet am Freitag von 9 bis 18 Uhr, das Finale wird dann am Samstag von 10 bis 16 Uhr ausgetragen. Jetzt liegt die Messlatte nicht mehr bei 1000 Kegeln, die Topleistungen beginnen nun ab 600 Kegeln aufwärts. Die Rekordlisten müssen neu geschrieben werden.

Bei den Männern wird ein neuer Name als Gewinner auftauchen, denn kein Sieger der letzten Jahre ist am Start. Der Deutsche Keglerbund hat für den 6. Januar einen Lehrgang des Nationalkaders anberaumt – ein Wermutstropfen. So schlüpfen die zwei Schwabsberger Bundesligaspieler Mathias Dirnberger und Manuel Lallinger in die Favoritenrolle. Ex-Nationalspieler Dirnberger kann als Bestleistung 675 Kegel vorweisen und Lallinger sogar 695 Kegel. Da der Vorlauf auf den Bahnen 1 bis 4 ausgetragen wird, ist ein 700er nicht unmöglich. Patrik Winter aus Vilsingen, beim letzten Turnier auf Platz vier, und Fabian Lutz aus Schrezheim, könnten ihnen einen Strich durch die Rechnung machen. Aus regionaler Sicht stehen Michael Ferigutti (Blaustein), Lokalmatador Uwe Mäckle, die Reiter-Brüder Michael (Niederstotzingen) und Matthias (Geislingen) hoch im Kurs. Für eine Überraschung sind auch der Ex-Lonseer Denis Annasensl (Dornbirn) und Darko Lotina (Friedrichhafen) gut.

Bei den Frauen sind fast alle Endlaufteilnehmerinnen vom letzten Turnier am Start. Auch die Siegerin Manuela Ehrhard von Kriemhild Lorsch, bei der 622 als Bestleistung aufgeführt sind. Stärkste Gegnerinnen: Kathrin Lutz aus Schrezheim, württembergische Meisterin und Bestleistung 658 Kegel, Pia Wehling, deutsche Meisterin im Sprint aus Weidenstetten und Franziska Zimmermann, württembergische Meisterin U 23 aus Gaisbach. Die Ulmer haben mit Annika Hollas, Kirstin Ruß, Anja Fäßler und Stefanie Wolfsteiner vier Eisen im Feuer.