Tennis Tie-Break statt Teetrinken

Millie Skelton (vorne) war mit Given Roach im Doppel-Halbfinale nicht zu schlagen. Das Endspiel der U 14 gegen Eva Shaw und Ranah Stoiber wird eine rein britische Angelegenheit.
Millie Skelton (vorne) war mit Given Roach im Doppel-Halbfinale nicht zu schlagen. Das Endspiel der U 14 gegen Eva Shaw und Ranah Stoiber wird eine rein britische Angelegenheit. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Alexander Finck 03.08.2018

Aus den verschiedensten Ländern der Erde kommen die talentierten Tennis-Nachwuchsspieler zum LBS-Müller-Junior-Cup. Neben einigen Jungspunden aus der Mongolei, Kasachstan, Australien und  Mexiko, besteht das Hauptfeld  überwiegend aus jungen europäischen Vertretern. Vor allem die britische U-14-Nationalmannschaft sorgt bislang auf den Tennisanlagen des SSV Ulm 1846 in der Friedrichsau für Furore.

In den gestrigen Doppel-Halbfinalpartien der Altersklasse U 14 standen jeweils zwei britische Spielerinnen. Millie Skelton und Given Roach trafen dabei auf die Deutschen Pauline Bruns und Lilly Schultz. Während der erste Satz klar mit 6:1 an die Britinnen ging, mussten sie im zweiten Durchgang kämpfen. Mit 7:6 sicherten sich die Talente von der Insel das Ticket für das Finale.

Parallel ging es, einen Tennisplatz weiter, heiß her. Die Russinnen Anastasia Grechkina und Anastasiia Gureva forderten Eva Shaw und Ranah Stoiber aus Großbritannien heraus. Shaw und Stoiber siegten am Ende (6:3, 7:5).

Britisches Doppel-Finale

Der Jubel war groß: Ein rein britisches Doppel-Finale der U-14-Mädchen. „Derjenige, der mit mehr Energie und Ehrgeiz spielt, gewinnt auch“, sagt die 13-jährige Shaw, die amtierende englische Meisterin ihrer Altersklasse. Die Entscheidung, wer den Turniersieg im Doppel holt, fällt heute (14.30 Uhr).

Auch in den Einzelspielen sind zwei Britinnen noch im Rennen um den Titel. Shaw und Stoiber treffen heute (10 Uhr) im Viertelfinale auf ihre russischen Widersacherinnen aus dem Doppel-Halbfinale. Stoiber misst sich mit Grechkina und Shaw tritt gegen Gureva an. „Wir wollen auf alle Fälle gewinnen und es bis ins Finale schaffen“, zeigen sich die Beiden selbstbewusst.

Das sechsköpfige Team, bestehend aus fünf Mädchen und einem Jungen, ist seit zwei Wochen in Deutschland unterwegs und tritt bei Turnieren an. Die Mannschaft wird von Hollie Bambridge und Callum Lloyd betreut. „Unsere Mannschaft hat einen sehr guten Teamgeist. Jeder hilft dem anderen und es macht sehr viel Spaß. Wir feuern uns auch immer gegenseitig an“, sagt Bambridge, Leiterin einer Tennis-Akademie in Nottingham. Dennoch müssen die beiden Coaches nach der Rückkehr ihren Posten als Nationaltrainer abgeben, da sie vom britischen Tennis-Verband nur dafür engagiert wurden.

Während der einzige Junge des U-14-Nationalteams, Hugo Coquelen, nach dem Ulmer Turnier nach Augsburg weiterziehen wird, geht es für den Rest zurück nach England. Denn dort finden ab dem 20. August die Nationalen Meisterschaften in Wimbledon statt. Shaw will dann ihren Titel verteidigen und auch die restlichen vier Mädchen wollen ihr Tennis-Talent auf dem Rasen unter Beweis stellen.

Alle Augen sind auf den letzten Ulmer gerichtet

Sara Yigin vom TSV Pfuhl ist als letzte weibliche Vertreterin aus der Region im Viertelfinale der U-16-Spielerinnen gegen die Lettin Darta Dalecka (1:6,1:6) ausgeschieden. Nur noch Benjamin Buck (U 16) vom SSV Ulm 1846 ist im Rennen um den Titel und hofft auf seinen ersten Halbfinaleinzug. Der Nachwuchsspieler, der vergangene Oberliga-Saison für die erste Ulmer Herrenmannschaft auflief, trifft im Viertelfinale heute (10 Uhr) auf den Augsburger Nico Kleber. af

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