Biathlon Tickets nach Estland im Blick

Im Aufwärtstrend: Florian Lipowitz.
Im Aufwärtstrend: Florian Lipowitz. © Foto: Werner Rösch
Altenberg / swp 14.02.2018

Während in Südkorea die erste Garde der deutschen Biathleten Medaillen scheffelt, steuert die nächste Generation auf das Saisonfinale zu. Der DAV Ulm steht dabei vor dem bislang größten Erfolg, denn an Marina Sauter dürften die Bundestrainer angesichts ihrer starken Leistungen im IBU-Junior-Cup kaum vorbeikommen. Philipp Lipowitz und Lena Hanses führen im Deutschland-Pokal und überzeugten bei den Qualifikationswettkämpfen. 

In Altenberg bekam Marina Sauter nach ihrem belastenden Wettkampfprogramm der vergangenen Wochen eine Pause verordnet. Die Jüngeren mussten sich noch mal beweisen. Nachdem Lena Hanses die Wettkämpfe der Jugend II in Oberhof dominiert hatte, war es dieses Mal die Ramsauerin Franziska Pfnür, die alle in Grund und Boden lief. Sie blieb im Massenstart fehlerfrei, siegte in 34:37,9 Minuten. Lena Hanses wurde Vierte mit einem Rückstand von 1:02,4 Minuten. In der anschließenden Verfolgung versiebte die 18-Jährige dann das letzte Schießen, womit sie auf den fünften Rang hinter ihrer Ulmer Teamkollegin Sabrina Braun zurückfiel.

Die 17-Jährige hatte nach ihren gesundheitlichen Probleme der vergangenen Woche einen guten Massenstart abgeliefert (9./+2:18,7/4) und war dann mit der drittbesten Zeit fast noch aufs Treppchen des Verfolgers gestürmt. Bei den jüngeren Mädchen wurde Lisa Kohler zunächst Zehnte, fiel in der Verfolgung aufgrund zu vieler Schießfehler auf den 13. Rang zurück.

Weiter in Grün

Lena Hanses verteidigte das grüne Trikot der Führenden im Deutschland-Pokal ebenso wie Philipp Lipowitz bei den jungen Männern. Er musste sich im Massenstart nach zwei Fehlern mit 1:39,3 Minuten Rückstand nur Danilo Riethmüller geschlagen geben (28:05,3/2), der zum Verfolger dann nicht mehr antrat. So sicherte sich der Ulmer mit der zweitbesten Zeit im Verfolger die Gesamtwertung, obwohl er mit den fünf Fehlern alles andere als zufrieden war.

Auch sein jüngerer Bruder Florian dürfte das zum Abschluss nicht gewesen sein, nachdem er im Massenstart als Siebter knapp eine Minute hinter seinem Bruder gelegen hatte. Platz zehn blieb in der Endabrechnung. Ergebnisse, die nach der langen Verletzungs- und Krankheitsgeschichte des 17-Jährigen hoffnungsfroh stimmen. Enttäuschend dagegen das Abschneiden von Felix Beier, der gar nicht in Tritt kommt.

Ende Februar stehen nun die Saisonhöhepunkte an: Am 26. Februar steigt in Otepää (Estland) die Junioren-WM. Zeitgleich geht es in  Willingen um die deutschen Meistertitel.