Tennis Tennis-WM der Senioren: Es geht um mehr als die Titel

Ulm/Neu-Ulm / seb 14.08.2018

Sabine Schmitz muss erst einmal tief Luft holen. Da hat sie die Senioren-Tennis-WM organisiert und dann sagt ihr niemand, dass am Samstag vor 18 500 Zuschauern ein Fußballspiel über die Bühne geht. Für die Turnierdirektorin ein kleiner Schock, schließlich finden am selben Tag auf den Anlagen des SSV Ulm 1846, gleich neben dem Donaustadion, wo die Spatzen im DFB-Pokal Eintracht Frankfurt empfangen, die Team-Finals statt.

Florian Ebner, der gemeinsam mit seiner guten Freundin Sabine Schmitz die WM nach Ulm und Neu-Ulm geholt hat, sieht den beiden Veranstaltungen in unmittelbarer Nähe deutlich entspannter entgegen. Selbst wenn die Sportler mit den Shuttle-Fahrzeugen nicht direkt in die Stadionstraße gefahren werden können, sei es kein Problem, zu den Plätzen zu kommen. An der Donau führt schließlich immer ein Weg entlang.

Wiedersehen mit alten Freunden

Allgemein wirkt Veranstalter Florian Ebner nach dem Start der zwei Wochen andauernden Mammutveranstaltung mit 1045 Spielern entspannt. Der erste Eindruck mit der Eröffnungsfeier war gut. Allen im Orga-Team ist klar, dass es links und rechts der Donau zwar bei den Damen und Herren um die WM-Titel in den Altersklassen 50+, 55+ und 60+ geht, aber das Sportliche nicht alleine im Vordergrund steht. Mindestens genauso wichtig – für den ein oder anderen Teilnehmer vielleicht sogar noch wichtiger – ist das Rahmenprogramm mit den Abendversanstaltungen. „Für viele ist es ein Wiedersehen mit alten Freunden“, weiß Sabine Schmitz, die eigentlich selber hätte teilnehmen können, aber wegen ihrer Verpflichtungen als Turnierdirektorin verzichtete. Alle sollen sich wohlfühlen. Da wird dann auch mal schnell eine Bootstour auf der Donau für das südafrikanische Damenteam organisiert – schließlich sollen die Starter aus den 48 teilnehmenden Nationen auch etwas von der Region zu sehen bekommen.

Obwohl Florian Ebner als Veranstalter stark eingespannt ist, ließ er es sich nicht nehmen, aktiv an seiner vierten Senioren-WM teilzunehmen. Das persönliche Highlight erlebte er dabei gleich am ersten Turniertag, als er für das deutsche Team gegen Schweden im Doppel zum Einsatz kam – und an der Seite von Klaus Liebthal auch noch erfolgreich war. „Und das im goldenen Herbst meiner Tenniskarriere“, meint Ebner mit einem Schmunzeln.

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