Tennis SSV Ulm 1846 startet in die Württembergliga

Das Württembergliga-Team des SSV 46 (vorne, von links): Arina Vasilescu, Miruna Vasilescu, Stefanie Volz sowie (hinten) Trainer Christian Stich, Ann-Kathrin Schmitz, Franziska Volz und Luisa Schöler.
Das Württembergliga-Team des SSV 46 (vorne, von links): Arina Vasilescu, Miruna Vasilescu, Stefanie Volz sowie (hinten) Trainer Christian Stich, Ann-Kathrin Schmitz, Franziska Volz und Luisa Schöler. © Foto: SSV 46
Von Alexander Finck 07.06.2018

Bestmöglich endete die vergangene Punktspielsaison für den SSV Ulm 1846 Tennis. Die erste Herrenmannschaft stieg unbesiegt aus der Verbandsliga in die Oberliga auf, und das erste Damenteam sicherte sich ungeschlagen die Oberliga-Meisterschaft. Es spielt nun in der Württembergliga, der höchsten Spielklasse des Württembergischen Tennis-­Bunds. Kommenden Sonntag (10 Uhr) beginnt für beide Teams die Punktspielsaison.

Fast die Hälfte steigt ab

„Die beiden Aufstiege waren ein Riesenerfolg für uns“, sagt Robert Waidmann, Geschäftsführer der Ulmer Tennis-Abteilung: „Jetzt stehen die beiden Mannschaften vor großen Herausforderungen“. Für die Damen ist das klare Ziel der Klassenerhalt. Das wird nicht ganz einfach werden, da es bei sieben Mannschaften drei Absteiger gibt. Dennoch ist Trainer Christian Stich fest entschlossen, die schwere Aufgabe gemeinsam mit seinen Damen zu meistern. Die Saison beginnt auswärts beim TC Nagold, den Stich als starken und nur schwer zu schlagenden Gegner einstuft. „Wir können daher frei und ohne großen Druck spielen. Danach sehen wir, wie gut wir sind“, sagt SSV-Coach Stich.

Personelle Veränderungen gab es nicht. Nur Arina Vasilescu und Katarina Jokic tauschten die Positionen. Ab dieser Spielzeit eröffnet Vasilescu, die seit vier Jahren beim SSV 46 aktiv ist und seit gut einem Jahr eine Profilaufbahn eingeschlagen hat, jeden Spieltag.

„Sie ist eine sehr gute Spielerin, die wöchentlich zu Turnieren fährt. Dennoch wird sie es auf der Eins nicht leicht haben, da die Gegnerinnen ziemlich stark sein werden“, schätzt Stich. Es folgen Franziska Volz, Miruna Vasilescu und Luisa Schöler auf den Positionen drei bis fünf. Wer an sechster Stelle spielt, ist noch offen. Stich wird sich zwischen Amelie Meister, Kristina Birst und Stefanie Volz entscheiden.

Klassenerhalt realistisch

Den Wiederaufstieg in die Oberliga schaffte die erste Herrenmannschaft des SSV 46 innerhalb von zwei Jahren. „Das ist auch Teil unseres Anspruchs. Die Mannschaften sollten mindestens Oberliga-Niveau haben“, sagt Waidmann. Bei ebenfalls drei Absteigern von insgesamt acht Teams steht die Mannschaft um Spielertrainer Sebastian Bättger vor keiner leichten Aufgabe. „Natürlich ist das Ziel der Klassenerhalt“, sagt Bättger: „Das ist nicht unrealistisch. Wir glauben an uns.“

Neu bei den Tennis-Herren ist Mannschaftsführer Alex Solanki, auf der Position eins. Auf den Positionen zwei bis fünf sind, wie im vergangenen Jahr, Adrian Wimmer, Bättger, Nic Reitsam und Artur Kochanov gesetzt. Die Nummer sechs teilen sich Benjamin Buck und Marc Marsanu.

Am Sonntag wartet auf Bättger und seine Tennis-Herren der Aufstiegsfavorit TC Bad Friedrichshall. „Wir spielen gleich zu Beginn der Saison auswärts bei einem der besten Teams“, sagt Bättger: „Danach sehen wir, wo wir stehen und müssen anfangen Spiele zu gewinnen, um in der Liga zu bleiben. Es gibt drei Gegner, die wir schlagen könnten“. Eine Mannschaft davon ist der Cannstatter TC. Gegen sie bestreiten die Herren des SSV 46 ihr erstes Heimspiel am 17. Juni um 10 Uhr auf der Tennisanlage in der Friedrichsau.

Die Saison auf einen Blick

10 Tage dauert der Müller Junior Cup des SSV Ulm 1846. Zum 41. Mal sind vom 27. Juli bis 5. August U-14- und U-16-Spieler aus aller Welt zu Gast. In der Vergangenheit kämpften bereits bekannte Tennispersönlichkeiten, vor ihrem großen Durchbruch, um den Titel des internationalen Nachwuchsturniers: Zu nennen sind Maria Sharapova, Caroline Wozniacki und Alexander Zverev. af

6 Spieler bilden im Tennis eine Mannschaft. An jedem Spieltag gibt es sechs Einzel- und drei Doppelspiele. Es werden insgesamt neun Punkte vergeben. Pro gewonnener Partie gibt es einen Punkt. Das bedeutet: Das Team, das zuerst fünf Zähler auf der Habenseite verbucht, hat gewonnen. af