Ulmer Spatzen SSV Ulm 1846 Fußball startet in die neue Saison

 Holger Bachthaler (Trainer SSV Ulm) gestikulierend GER, Fussball, Vorbereitung, FV Ravensburg - SSV Ulm, 21.07.2018 Haisterkirch *** Holger Bachthaler Manager SSV Ulm gesticulating GER Football preparation FV Ravensburg SSV Ulm 21 07 2018 Haisterkirch Copyright: xEIBNER/Florian_Wolfx EP_FWF
Holger Bachthaler (Trainer SSV Ulm) gestikulierend GER, Fussball, Vorbereitung, FV Ravensburg - SSV Ulm, 21.07.2018 Haisterkirch *** Holger Bachthaler Manager SSV Ulm gesticulating GER Football preparation FV Ravensburg SSV Ulm 21 07 2018 Haisterkirch Copyright: xEIBNER/Florian_Wolfx EP_FWF © Foto: EIBNER/Florian_Wolf
Ulm / Winfried Vogler 27.07.2018
Trainer Holger Bachthaler ist der neue Mann bei den Regionalliga-Fußballern des SSV Ulm - und hat ein starkes Team zusammengestellt.

Mit dem Abstieg nichts zu tun haben, stattdessen den Rückstand zur Spitze verringern. So könnte man das Motto für die Regionalligasaison 2018/2019 beschreiben, in die der SSV Ulm 1846 Fußball am Samstag (14 Uhr) mit einem Auswärtsspiel beim SV Waldhof Mannheim startet – mit einem neuen Trainerteam und zwölf neuen Spielern. Der Umbruch fiel größer aus als in den Vorjahren. Dem Dutzend neuer Spieler stehen allerdings genau so viele Abgänge gegenüber. Von den letztjährigen Stammspielern sind Torhüter Holger Betz, Abwehrmann Tim Göhlert, Christian Sauter, Volkan Celiktas, Olcay Kücük und Luca Graciotti nicht mehr dabei.

Das Ziel ist klar: Der SSV 46 peilt den Profifußball an. Das allerdings plant der Verein nicht mit aller Gewalt, sondern weiterhin mit Zurückhaltung – und einem realistischen Blick auf die strukturellen und finanziellen Möglichkeiten. Vor diesem Hintergrund ist auch das Bemühen des Vereins um Professionalisierung zu sehen. „Wir wollen und müssen uns in etlichen Bereichen weiterentwickeln: In der Geschäftsstelle, bei der Akkreditierung zum Nachwuchsleistungszentrum und erst recht im Trainerstab“, betont Sportvorstand Anton Gugelfuß. Daher wurde Cheftrainer Holger Bachthaler, ein vom DFB ausgebildeter Fußballlehrer, als hauptamtlicher Coach quasi sieben Tage die Woche rund um die Uhr besetzt.

„Viel Erfahrung und gute Kontakte“

„Bachthaler erfüllt alle Voraussetzungen und bringt viel Erfahrung und gute Kontakte mit“, sagt Gugelfuß. Neben Sven Ackermann sind Herbert Sailer (FV Illertissen) als weiterer Co-Trainer sowie Betz als Torwarttrainer neu in Bachthalers Team. Dieses wird ergänzt von Athletiktrainer Sebastian Schulz und Philip Mayer (Videoanalyse), der wie Bachthaler zuletzt in Salzburg tätig war.

Die Aufgaben des ehemaligen Sportlichen Leiters Lutz Siebrecht wurden auf mehreren Schultern verteilt. Die Kaderplanung und sportliche Leitung liegt beim Cheftrainer. Den administrativen Bereich teilen sich Thomas Rohmer (Organisation und Spielleitung), der beim FC Augsburg und FC Heidenheim schon Erfahrung gesammelt hat, und Max Rieck, zuständig für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit.

Bachthaler vermeidet es, ein konkretes Saisonziel auszugeben. „Einfach das Maximum erreichen“, lautet die Vorgabe. In den Vorbereitungsspielen wurde bereits die offensive Taktik des neuen Trainers deutlich, mit einer hochstehenden Abwehr und intensivem Pressing.

„Wir wollen aktiver gegen den Ball spielen und vorne dominanter auflaufen“, beschreibt der 43-Jährige seine Spielphilosophie. „Bei der Auswahl der Neuzugänge war uns zunächst die fußballerische Qualität und die Entwicklungsfähigkeit eines jeden Einzelnen sehr wichtig“, so Bachthaler. „Wir sind sehr froh darüber, dass es uns gelungen ist, Spieler nach Ulm zu holen, die über eine gute fußballerische Ausbildung verfügen und die sich im Fußball noch beweisen wollen und den eingeschlagenen Weg des SSV 46 mitgehen wollen.“

Kontinuierlicher Aufbau

Zu Meisterschaft und Aufstieg wird es vermutlich in der kommenden Saison noch nicht reichen, aber zumindest mittelfristig wollen sich die Spatzen aus der Regionalliga in Richtung Dritte Liga verabschieden. Finanziell ist der SSV 46 gesund, schrieb in den vergangenen Jahren schwarze Zahlen. Dafür, dass der Klub sich nicht als finanzieller Hasardeur gibt, stehen die Vorstände Thomas Oelmayer (Marketing), Alexander Schöllhorn (Finanzen) und Gugelfuß. Die Ausgliederung der Regionalligamannschaft zu einer Kapitalgesellschaft ist erklärtes Ziel.

Nachdem seit 2014 kein Verein mehr den Aufstieg aus der Regionalliga Südwest in die 3. Liga geschafft hat, steigt diesmal der Meister direkt auf. Wenn es nach den Trainern der 18 Vereine geht, dann hat Titelverteidiger  Saarbrücken die besten Chancen. Nicht weniger als 17 Trainer setzen auf die Saarländer, gefolgt von Vizemeister Waldhof Mannheim und Elversberg.

Vom Spieler zum Fußballlehrer

Die Spieler-Karriere des Holger Bachthaler führte den heute 43-Jährigen aus der U 19 des FC Augsburg unter anderem über die SpVGG Au/Iller und Olympia Laupheim zum FV Illertissen. Nach seinem Karriereende 2012 in der zweiten Mannschaft des FVI übernahm er den Job als Coach des Regionalligisten von seinem Vater Karl-Heinz Bachthaler. 2016 folgte das Engagement bei RB Salzburg (U 18), nun kehrte er in die Heimatregion zurück.

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