Handball Rückschlag für Blausteiner Handballer

Hart angepackt, durchgekämpft, am Ende ein Punkt gewonnen: Söflingens Simon Dürner traf achtmal in Bittenfeld.
Hart angepackt, durchgekämpft, am Ende ein Punkt gewonnen: Söflingens Simon Dürner traf achtmal in Bittenfeld. © Foto: Matthias Kessler
swp/pkl 11.02.2019

Mehr als zwei Wochen hatte sich der Tabellenführer der Vierten Handball-Liga auf die Begegnung vorbereitet, dann gab’s was auf die Zwölf: Der TSV Blaustein kam in Neckarsulm überhaupt nicht in die Gänge und kassierte zurecht eine 22:25-Pleite. „Die erste Hälfte war im Angriff eine einzige Katastrophe“, fand Coach Tim Graf klare Worte. Drei läppische Tore gelangen in den ersten 20 Minuten, da hatte der Gastgeber schon zehn Tore vorgelegt. Aus Sicht der Blausteiner ging’s gerade so weiter: Über 6:13 (24.) wechselte man  mit einem 8:14-Rückstand die Seiten.

Im zweiten Spielabschnitt versuchten die Mannen von der Blau, das Heft in die Hand zu nehmen. Beim 14:16 (42.) war der TSV wenigstens Mal wieder auf Schlagdistanz. Doch selbst bei doppelter Überzahl kurz darauf gelang die Wende nicht mehr.

Neckarsulm steuerte über 21:16 (48.) und 22:19 (56.) dem verdienten Heimerfolg über enttäuschte Blausteiner entgegen. „Wir haben vor dem Tor versagt“, analysierte Graf, der keine Erklärung dafür hatte, zumal extra das Angriffsspiel speziell trainiert worden war.

Übrigens: Der Termin für die Nachholbegegnung im HVW-Pokal ist gefunden: Am Dienstag, 19. Februar, empfängt der TSV Blaustein den TV Bittenfeld II.

Pokaltermin steht

Dies ist exakt die Truppe, die gegen den Bezirksrivalen antrat: Die Handballer der TSG Söflingen holten bei dieser Spitzenmannschaft in Bittenfeld II, der Bundesliga-Reserve, mit einem 30:30 wenigstens einen Punkt und bleiben damit im Kalenderjahr 2019 ungeschlagen. „Wir finden gut ins Spiel und führen schnell 3:1 und sind dann immer drei bis vier Tore weg im Vorteil“ so Söflingens Trainer Steffen Klett, der ergänzt: „Wir schaffen es sogar, auf einen Fünf-Tore-Abstand zu erhöhen, erleiden dann aber einen leichten Bruch im Spiel. Wir leisten uns in der Phase Fehler und setzen uns mit Zeitstrafen selbst unter Druck.“

Er ergänzt: „Vor der Halbzeit ist das Spiel ausgeglichen und wir schaffen es nicht, mit einem Unentschieden oder einer Führung in die Pause zu gehen“, so der Coach, der sich über den 15:17-Rückstand ärgerte. „Wir waren eigentlich die bessere Mannschaft in der ersten Hälfte.“

Nach der Pause behaupteten die Gastgeber zunächst den Vorsprung und erhöhten ihn sogar auf 20:17 (36.). Die Söflinger kämpften sich bis zur 39. Minute und dem 21:21 zurück und hatten von dem Zeitpunkt an das Momentum auf ihrer Seite. Ein 3:0-Lauf führte zum 25:22 (45.) für die TSG, die sich aber nicht weiter absetzen konnte.

Bittenfeld blieb dran und hielt den Abstand auf ein bis zwei Tore konstant und wurde in der 54. Minute mit dem 28:28-Ausgleich belohnt. Die Gastgeber legten nun sogar auf 29:28 (55.) und 30:29 (59.) vor und hatten mit dem letzten Angriff noch die Chance auf den Sieg. Den verteidigten die TSG-Handballer jedoch bis zum Ende und nahmen damit einen Punkt aus der Gemeindehalle mit.

„In der zweiten Halbzeit stellen wir den Anschluss gleich wieder her und sind auch da die bessere Mannschaft. Im weiteren Verlauf wechselte die Führung hin und her bis kurz vor Schluss. Wir erzielen am Ende den Ausgleich und verteidigen den letzten Angriff von Bittenfeld“, so Klett, der sich über den gewonnen Punkt gegen einen individuell starken Gegner freute. „Das Spiel war Werbung für den Handball und es ging verdienter Maßen unentschieden aus. Auch wenn wir größtenteils vorne lagen, außer am Ende der ersten Halbzeit als wir durch die Zeitstrafen ins Hintertreffen gekommen sind, haben wir einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht.  Das macht Mut für die Zukunft“, so die Analyse, „wir spielen nächste Woche zuhause gegen den Tabellenzweiten Pforzheim und da werden wir sehen, was uns gelingt“, erklärte Manager Markus Brodbeck.

Handball-Steno Vierte Liga

TV Bittenfeld II – TSG Söflingen 30:30 (17:15)
TSG-Tore Dürner 8/3, Voika 6, Kraft 5, Schaaf 4, Francik, B. Klett je 3 sowie Bittner 1.
Bester Torschütze Bittenfeld Bischoff 11/3.

NSU Neckarsulm – TSV Blaustein 25:22 (14:8)
TSV-Tore Rapp 8/2, Hoßfeld, Terbeck je 3, Frey, Wowra je 2, Hellmann, C. Spiß, S. Spiß, Staiger je 1.
Bester Torschütze Neckarsulm Matschke 7/2.

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