Mit neuem Selbstvertrauen bestreiten die Oberliga-Ringer des KSV Unterelchingen morgen (20 Uhr) ihre Heimpremiere in der KSV-Halle in dieser Saison gegen den Titelaspiranten AV Sulgen. Dabei treffen auch noch die beiden Sieger des ersten Kampftages aufeinander. „Sulgen ist schon seit Jahren ein Kandidat für den Aufstieg. Irgendwie hat das dann aber nie geklappt“, weiß KSV-Cheftrainer Dieter Folz.

 Ob er selbst überhaupt an der Matte stehen kann, entscheidet sich kurzfristig. Ein Leiten der Trainingseinheit am Dienstag machte eine Grippeerkrankung unmöglich. Trainer-Neuzugang Oguz Özdemir steht aber auf jeden Fall zur Verfügung und wird auch in der KSV-Halle erstmals bei einem Oberligakampf die Athleten unterstützen. Beim 14:13-Auftaktsieg der Unterelchinger beim TSV Ehningen war Özdemir bei einem Empfang für seinen ehemaligen Schützling Denis Kudla (Bronzemedaillengewinner von Rio) unabkömmlich.

 Özdemir und Folz werden aller Voraussicht nach mit demselben Kader wie in Ehningen antreten. Mangels Alternativen in dieser Gewichtsklasse gilt Sylwester Charzewski (bis 66 kg, griechisch-römisch) als gesetzt. Wahrscheinlich wird der Pole aber auch in der KSV-Halle der einzige Ausländer bleiben, der zum Einsatz kommt. Folz: „Wir werden wohl auf die erfolgreiche Mannschaft wieder zurückgreifen.“ Neun der zehn Duelle werden also KSV-Eigengewächse bestreiten.

 Dazu gehört auch Marko Filipovic (130 kg, gr), der vor einer erneuten Herkulesaufgabe steht. Nach seinem Sieg in Ehningen gegen einen 30 Kilogramm schwereren Kontrahenten bekommt er es wohl morgen mit Coskun Öztürk zu tun. Der ehemalige Bundesligaringer ist zu seinem Heimatverein Sulgen zurückgekehrt und verstärkt den sowieso schon hochkarätigen Kader der Gäste.

 Der Vorkampf der zweiten KSV-Garnitur in der Bezirksklasse entfällt, nachdem der SVH Königsbronn seine Mannschaft zurückgezogen hat.