Rudern Reinelt peilt im Achter nächsten Sieg an

Verabschiedet sich von der aktiven Ruderkarriere: Lena Müller vom Ulmer Rudeclub Donau.
Verabschiedet sich von der aktiven Ruderkarriere: Lena Müller vom Ulmer Rudeclub Donau. © Foto: Hansjörg Käufer
HANSJÖRG KÄUFER MANUELA HARANT 17.06.2016
Während drei Ulmer Rudersportler bei der Weltcup-Regatta in Posen im Einsatz sind, schaut eine nur zu: Lena Müller hat ihre Karriere beendet.

49 Tage vor Beginn der Spiele steht der letzte große Olympia-Test auf dem Programm. Auf dem Malta-See im Osten der polnischen Metropole Posen treffen sich beim Weltcup knapp 600 Ruderer aus 48 Nationen. Beim letzten Kräftemessen vor Rio sind vom Ulmer Ruderclub Donau Maximilian Reinelt im Achter und Kerstin Hartmann im Zweier-ohne am Start. Zudem steuert Inga Thöne den Para-Mixed Vierer.

Einmal mehr steht der Deutschlandachter im Blickpunkt. Zum dritten Mal in Folge treffen sie auf die Weltmeister aus Großbritannien. „Wenn wir zu einem Rennen antreten, wollen wir natürlich gewinnen“ gibt Maximilian Reinelt die Devise seiner Crew aus. So gesehen nagt die ziemlich deutliche Niederlage gegen die WM-Dritten aus Holland vor drei Wochen immer noch an der Crew. Auf einen Start in Poznan verzichten die Nachbarn diesmal. Die Revanche wird also auf die Spiele im August vertagt. 

Kerstin Hartmann und ihre Partnerin Kathrin Marchand aus Leverkusen treffen im Zweier-ohne auf zehn Boote. Vor drei Wochen am Rotsee verpassten sie das Finale und wurden Siebte. In Posen soll deshalb unbedingt ein Finalplatz her. Einfach wird der letzte Formcheck vor Rio nicht. Die Weltmeisterinnen aus Großbritannien, sowie Neuseeland, Rumänien und Dänemark sind harte Prüfsteine für das Duo aus Ulm und Leverkusen.

Ebenfalls aus Ulmer Sicht im Einsatz ist Inga Thöne an den Steuerseilen des deutschen Para-Mixed-Vierers. Die WM-Siebten des Vorjahres treffen mit den Weltmeistern aus Großbritannien und dem Silberboot aus der Ukraine auf harte Gegner. Insgesamt sind neun Boote am Start. Die Paralympics werden vom 7. bis 18. September ebenfalls in Rio ausgetragen.

Lena Müller, die das Olympia-Ticket nach Rio verpasst hat, beendet derweil ihre Karriere. Nach zwei Siegen bei ihren letzten Rennen schrieb die Wahl-Ulmerin auf Facebook: „Liebe Leute, ich habe mich schon vor dem Wochenende dazu entschieden, dass ich meine Leichtgewichtsruderei nach der Regatta in Ratzeburg beenden werde. (...) Das erste Mal in meiner Karriere kamen mir bei der Siegerehrung fast die Tränen. Ich will mich bedanken, bei den Leuten, die mir die letzten Jahre die Daumen gedrückt haben! Und vor allem bei denen, die auch da waren, wenn es mal nicht so lief!“ Müller war vor sechs Jahren mit ihrem Trainer Marcus Meier nach Ulm gekommen und 2012 in London im Leichtgewichts-Zweier Sechste geworden.

Für Hamburg qualifiziert

Vordere Plätze Der Ulmer U-23-Nachwuchs hat in Ratzeburg um Startplätze bei der Deutschen Jugendmeisterschaft gekämpft. Leichtgewicht Mahni Fatahi schaffte den Sprung in den zweiten Doppelvierer Laur Böe darf am 25. und 26. Juni in Hamburg im Frauen-Doppelvierer an den Start gehen. Bei der internationalen Jugendregatta in Hamburg wurde Maximiliane Hartmann im Vierer Zweite, Marcel Schöpf gewann im Vierer einer Renngemeinschaft.

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