Biathlon Ulmer führt Wertung im Deutschland-Pokal

Am Schießstand gibt’s noch etwas Luft nach oben, aber Philipp Lipowitz führt den Deutschland-Pokal an.
Am Schießstand gibt’s noch etwas Luft nach oben, aber Philipp Lipowitz führt den Deutschland-Pokal an. © Foto: Patrick Seeger
uwe 11.01.2018
Biathlet Philipp Lipowitz vom DAV Ulm zeigt im Deutschland-Pokal konstant gute Leistungen. Der Lohn: Der 18-Jährige führt die Wertung des Deutschland-Pokals an.

Die Suche nach genug Schnee hat für die Biathleten begonnen. Beim Deutschland-Pokal am vergangenen Wochenende am Notschrei hat es noch gereicht, obwohl die weiße Pracht rund um den Feldberg vom Tauwetter schon arg in Mitleidenschaft gezogen worden war.

Für Philipp Lipowitz ist das alles kein Problem. Der 18-Jährige vom DAV Ulm, der das Ski-Gymnasium in Stams besucht, läuft seine bisher beste Saison. Der Lohn ist das grüne Trikot für den Führenden der Jugend II (Jg. 99/00) im Deutschland-Pokal. Mit diesem war er an den Notschrei angereist und durfte es auch wieder mit nach Hause nehmen.

Am ersten Wettkampftag war ein Crosssprint angesetzt, eine Wettkampfform, die derzeit in den Nachwuchsklassen erprobt wird. Zunächst galt es einen Sprint über drei Kilometer bei den Frauen, vier bei den Männern zu bewältigen, danach wurde im Finale in Sechsergruppen auf einer 1,0 beziehungsweise 1,3 Kilometer lange Strecke um die Platzierungen gelaufen.

Lipowitz zog als Fünfter ins Finale ein, lag 35,6 Sekunden (2 Fehler) hinter Prolog-Sieger Danilo Riethmüller (Clausthal-Zellerfeld/3). Dort zeigte der Laichinger hervorragende Sprint-Qualitäten. Nur Riethmüller (3:24,1 Minuten), Bronzemedaillen-Gewinner bei der Jugend-WM 2017, musste er ziehen lassen. Im Zielsprint zwischen Lipowitz und Lucas Lechner (Ruhpolding) war kein Sieger zu erkennen, beide wurden mit 4,6 Sekunden Rückstand als Zweite geführt.

Mit seiner Leistung am Schießstand beim im Verfolger am zweiten Tag war Lipowitz nicht hundertprozentig zufrieden: Fünf Fehler bei den vier Schießen waren für seinen Geschmack zu viel, dass es trotzdem zu Platz drei und damit ein weiteres Mal aufs Podium reichte, spricht für seine ausgezeichnete Laufform. 1:27 Minuten lag er nach 10 Kilometern im Ziel hinter Sieger Riethmüller (31:10,2 Min.).

Sein jüngerer Bruder Florian war gesundheitlich angeschlagen und trat nach einem Platz im hinteren Mittelfeld am ersten Tag nicht mehr zum Verfolger an. Felix Beier kam über die Plätze 28 und 24 nicht hinaus.

Bei den jungen Damen derselben Altersklasse haben sich Lena Hanses und die ein Jahr jüngere Sabrina Braun in der Spitze festgesetzt. Im Prolog war Hanses in 12:28,5 Min. (1) die Schnellste, lag 8,1 Sekunden vor ihrer Teamkollegin, die trotz zweier Fehler auf den dritten Platz kam. Auf der kurzen Finalrunde mussten sich beide dann aber knapp den Bayern geschlagen geben. Mit 3,4 Sekunden Rückstand auf Siegerin Lara Vogl (Partenkirchen/2:44,8) verpasste Sabrina Braun hauchdünn das Podest. Hinter ihr wurde Lena Hanses (+5,0) Fünfte. In der Verfolgung musste sich die beiden der hervorragend schießenden Schömbergerin Hannah Klein (1/35:02,0 Min.) beugen. Lena Hanses wurde Vierte (+52,2/5), Sabrina Braun Sechste (+1:22,6).

In ihrem ersten Jugend-Jahr zeigte Lisa Kohler im Crosssprint der AK 16 als 13. einen Aufwärtstrend, musste in der Verfolgung aber wieder einen Rückschlag hinnehmen – neun Fehler waren zu viel, um die Top Ten in Angriff nehmen zu können.

Die 15-Jährige hat am kommenden Wochenende nun Pause, während die anderen zum Alpencup nach Hochfilzen reisen. Dort wird voraussichtlich auch Marina Sauter starten. Ende Januar steht für sie dann der dritte IBU-Junior-Cup an, der von Polen nach Nove Mesto verlegt werden musste. Saisonhöhepunkt ist dann sicher die Junioren-WM in Otepää. Die ist für 26. Februar bis 4. März geplant – sofern in Estland bis dahin noch genug Schnee fällt.

Mit Sack und Pack in den Schwarzwald

Talentiade Der DAV Ulm ist Ausrichter der VR-Talentiade sowie des Qualifikationswettkampfs für den Deutschen Schüler-Cup am Samstag. Allerdings gibt es in Dornstadt keinerlei Schee, deshalb muss man nach Schönwald ausweichen.