Turnen Pfuhler Turner klopfen an die Himmelstür

Jonas Useldinger und seine Pfuhler Turnkollegen werden sich morgen in Monheim voll reinhängen, um den Aufstieg in die Bundesliga zu bewerkstelligen.
Jonas Useldinger und seine Pfuhler Turnkollegen werden sich morgen in Monheim voll reinhängen, um den Aufstieg in die Bundesliga zu bewerkstelligen. © Foto: Rudi Apprich
Pfuhl / Gerold Knehr (mit lv) 07.12.2018

Das gab es noch nie beim TSV Pfuhl: Erstmals in der Vereinsgeschichte klopft eine Mannschaft des Vereins, frei nach Bob Dylan, an die Himmelstür, sprich an die erste Bundesliga. Morgen (18 Uhr) treten die Turner des TSV, die in der zweiten Bundesliga Süd Vizemeister geworden sind, gegen den Meister der 2. Liga Nord, den TuS Vinnhorst, an. Der Sieger dieses Duells turnt in der nächsten Saison erstklassig.

Klar, dass viele im turnbegeisterten Pfuhl auf dieses Ereignis hinfiebern. Deshalb wird sich morgen neben dem Mannschaftsbus, in dem auch Fans mitfahren, zusätzlich eine kleine Autokarawane Richtung Nördlinger Ries aufmachen, um die Riege von Trainer Rolandas Zaksauskas anzufeuern.

Die Pfuhler gehen als Außenseiter an den Start. Der TuS Vinnhorst (bei Hannover) wurde in der zweiten Bundesliga Nord ungeschlagen Meister. „Es wird ein schwerer Wettkampf. Unser Gegner hat eine herausragende Saison geturnt. Sie haben eine gute Mischung aus erfahrenen und talentierten Turnern“, weiß der Pfuhler Cheftrainer.

Aber auch sein TSV braucht sich nicht zu verstecken. Bis auf die knappe 31:35-Niederlage gegen Südmeister StTV Singen war das junge Team in allen anderen Wettkämpfen ungefährdet und bewies vor drei Wochen beim 34:28 gegen die bis dahin punktgleiche Mannschaft von Exquisa Oberbayern seine starke Form.

„Für uns ist das ein Bonus­-Wettkampf. Wir setzen uns nicht unter Druck. Wenn es für uns gut läuft, dann muss sich TuS Vinnhorst schon strecken“, sagt Leo Vepa, der Sportdirektor der Pfuhler Turner.

Mit Kuzmickas und Nathan

Zaksauskas kann auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Die Ausländer-Positionen werden von Tomas Kuzmickas und Joshua Nathan besetzt. „Wir haben die Pausenwochen genutzt, um zu regenerieren und an der Stabilität der Übungen zu feilen“ sagt Zaksauskas. „Wir haben nichts zu verlieren und können befreit turnen. Schauen wir mal, was passiert“, ergänzt Barren-Spezialist Linus Mickschl.

Parallel zu den Pfuhlern turnt Südmeister Singen gegen den Nord-Zweiten Eintracht Frankfurt. Die Sieger der Über-­Kreuz-Vergleiche ersetzen in der kommenden Bundesliga-Saison den MTV Stuttgart und den deutschen Meister KTV Obere Lahn, die sich aus der ersten Liga zurückziehen.

Nach ihrer Rückkehr werden die Pfuhler am Samstag Abend auf jeden Fall feiern – selbst wenn der große Wurf nicht gelingen sollte.

Auch das zweite Ulmer Damen-Team will nach oben

Aufstieg II Auch für die zweite Damen-Mannschaft des SSV Ulm 1846 geht es am Samstag (14.30 Uhr) um den Aufstieg – in die dritte Bundesliga. Als Meister der Regionalliga Süd tritt das Team von Cheftrainer Gabor Szücs in Backnang gegen die Erst- und Zweitplatzierten aus den Regionalligen Mitte und Nord, den Vizemeister der Regionalliga Süd sowie den Fünft- und Sechstplatzierten der 3. Bundesliga an. Die drei besten Teams aus dem Achterfeld qualifizieren sich für die dritthöchste Liga. „Nach den bisher gezeigten Leistungen ist dies durchaus rea­listisch. Wenn alle fit sind und die möglichen Leistungen abgerufen werden, werden wir sicher ein Wörtchen mitreden können“, ist Szücs zuversichtlich. Fehlen wird ihm Annika Göttler. Sie wurde beim letzten Wettkampftag bei der ersten Mannschaft eingesetzt, die als Aufsteiger den Bundesliga-Klassenerhalt geschafft hat, und darf nun nicht mehr in der unteren Klasse starten. bk

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