Tennis Müller-Junior-Cup: Niveau und Resultat wie gewünscht

Anja Wildgruber, Siegerin der U-16-Mädels.
Anja Wildgruber, Siegerin der U-16-Mädels. © Foto: Rudi Apprich
Ulm / hel 08.08.2017
Noch nie waren die deutschen Talente so erfolgreich wie beim 40. Müller-Junior-Cup – ein rundum gelungenes Tennisturnier beim SSV 46.

Wie weit der Tennisnachwuchs im Teenager-Alter schon ist, ließ sich gut am Schlusstag der 40. Auflage des Müller-Junior-Cups beobachten. Die 15-jährige Anna Wildgruber lieferte sich mit ihrer tschechischen Widersacherin Marketa Panackowa einen Fight auf höchstem Niveau. Den ersten Satz gab sie noch ab, dann entschied sie das Finale mit 5:7, 6:4, 6:2 für sich und krönte sich zur U-16-Meisterin in Ulm – in Bayern ist sie schon längst die Nummer eins. Panackowa, bereits eine Top-50-Spielerin in Europa, verweigerte der Schiedsrichterin sogar den Handschlag – so wurmte sie die Niederlage.

Insgesamt gaben bei der Jubiläumsausgabe des Jugend-Tennisturniers auf Ulmer Gemarkung die Deutschen den Ton an. Sechs Spieler waren in die Halbfinals eingezogen, drei gewannen ihre Konkurrenz. Auch der Heilbronner Rudi Christiansen, der den Lokalmatadoren Benjamin Buck aus dem Turnier geworfen hatte, ließ sich feiern. Im deutsch-deutschen Duell der U16 düpierte er Maximilian Heinzel 1,6, 6:3, 6:3. Allerdings kämpfte Heinzel im dritten Satz mit Oberschenkelproblemen. Während bei den U-14-Jungs der Russe Anton Arzhankin keinen Satz abgab, hatte Laura Isabel Putz aus Bremen es schon schwerer, gewann die U14 aber verdient. Denn gerade in dieser Altersklasse herrschte ein extrem hohes Leistungslevel.

„Klasse, dass es drei deutsche Sieger gab“, sagte Turnierdirektor Robert Waidmann zufrieden, „so darf es auch in Zukunft sein.“ Während der Turniertage machte das Wetter gut mit, alles verlief reibungslos. Gleichermaßen profitiert die Tennisabteilung des SSV 46 auch von wertvollen Kontakten zu etlichen internationalen Teams. So ist eine Delegation vom Tennis-Internat bei Cambridge gewillt, an Pfingsten nach Ulm zum Trainingslager zu kommen. Dem Trainer gefielen Standort und Leute. Neben den Indern und Thailändern, die in den Sommermonaten schon hier trainieren und spielen, eine weitere Bereicherung für den Verein.