Kegeln Neuauflage nach drei Jahren

Einer der bekanntesten Bundesliga-Kegler der Region: Reiner Buschow, inzwischen 51 Jahre alt.
Einer der bekanntesten Bundesliga-Kegler der Region: Reiner Buschow, inzwischen 51 Jahre alt. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Winfried Vogler 06.12.2018

Acht Jahre ist es her, als einem einheimischen Kegler der letzte Sieg beim Top-12-Turnier gelang. Wie jetzt bekannt wurde, gibt es nun nach drei Jahren Pause eine Neuauflage – traditionell wieder zum Jahreswechsel auf den Bahnen des ESC Ulm.

Der Sieger der Männerkonkurrenz hieß 2010 Reiner Buschow, der damals für den ESV Ravensburg am Start war. Das ESC-Eigengewächs ist Rekordgewinner und siegte insgesamt fünf Mal quasi in seinem Wohnzimmer in der Ulmer Weststadt bei dieser Traditionsveranstaltung.

Buschow wird von Monika Kopp, ebenfalls eine ehemalige Keglerin des ESC Ulm, mit sechs Turniersiegen übertroffen – letztmals 2006 im Trikot des EKC Lonsee. Mit seiner 25. Teilnahme beim Top-12 feierte Buschow 2015 ein einzigartiges Jubiläum.

Nach der Turnierpause peilt der für den KC Schwabsberg weiterhin in der ersten Bundesliga auf der Bahn stehende Vollkugelspezialist erneut eine Rekordmarke an. Mit 51 Jahren wäre er diesmal der älteste Starter. Wenn man körperlich fit ist und sich gut fühlt, kann das Alter nicht die Grenze sein, lautet Buschows Grundsatz. Bei der diesjährigen 39. Auflage starten die Vorläufe am Samstag, 29. Dezember ab 9 Uhr, am Sonntag, 30. Dezember findet das Finale der besten zwölf Kegler und Keglerinnen ab 9.30 Uhr statt.Bereits zum dritten Mal nach der Premiere 2017 werden 120 Wurf gespielt. Bei den Männern liegt mittlerweile die Messlatte bei 700 Kegeln (120 Wurf).

Mit einer persönlichen Saisonbestmarke von 741 Kegeln zählt Srdan Sokac vom Zweitligisten KZ Schrezheim sowie die beiden Erstligakegler Fabian Seitz (732) und Timo Hoffmann (711) vom Spitzenreiter Rot-Weiß Zerbst zum Favoritenkreis. Der letztjährige Gewinner Gernot Ulbrich (TSV Niederstotzingen), der diesmal nicht dabei sein wird, hält mit 661 Kegel den Turnierrekord. Bei den Frauen geht die Zweitligakeglerin vom BC Schrezheim, Marion Frey, als Titelverteidigerin an den Start. Vanessa Welcker (TSG Kaiserslautern) hat mit 685 Kegeln das bislang beste Saisonergebnis erzielt. Vom Ausrichter ESC Ulm ist Michael Reiter dabei, der EKC Lonsee, souveräner Tabellenführer der Verbandsliga, stellt mit Denis Schneider, Andreas Ihle und Andreas Merz drei Starter.

Bei den Frauen haben vom Verbandsligaspitzenreiter ESC Ulm Kirsten und Melani Ruß sowie Anja Fäßler Außenseiterchancen, genauso wie Tamara Hehl und Pia Wehling vom SV Weidenstetten und Gertrud Spindler vom EKC Lonsee. Im Starterfeld der insgesamt 36 Männer sind neun Erst- und 14 Zweitligakegler. Bei den Frauen (32 Starterinnen) kommen acht aus der ersten und 13 aus der zweiten Bundesliga. Spitzenleistungen sind also garantiert.

Große Anziehungskraft und starke Ergebnisse

Erster Gewinner beim Top-12-Turnier war 1981 Wieland Stürzl (TSV Essingen) mit 1771 Kegeln (2x200 Wurf), Lisbeth Kaiser (BKSV Stuttgart) gewann mit 817 Kegeln (2x100) bei den Frauen. Fabian Seitz (KC Schwabsberg) hält mit 2207 Kegeln den Turnierrekord, bei den Frauen Sina Beisser (Bamberg) mit 1071. Seit 2017 gibt es den neuen Modus: 2x120 Wurf. Bestmarken bisher: Gernot Ulbrich (TSV Niederstotzingen) mit 1292 Kegel, Marion Frey (BC Schrezheim) 1213 Kegel.

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