Neu-Ulm/Rothenburg / Heinz Koch (Spartans)  Uhr
Die Neu-Ulmer Spartans haben gegen die Franken Knights gewonnen. Das Spiel endete 0:38. Spartans-Head-Coach Daniel Koch empfand die Defence als „sensationell, wahnsinnig stark“.

„Wir haben richtig gut gespielt“, stellte Spartans-Head-Coach Daniel Koch nach dem Auswärts-Treffen gegen die Franken Knights in Rothenburg fest. Um dann doch etwas euphorisch zu Protokoll zu geben: „War ein tolles Spiel für uns, ich bin super zufrieden.“ Tatsächlich war die Defense vor allem aus seiner Sicht nichts weniger als „sensationell, wahnsinnig stark“. Für den sonst eher sachlichen Football-Trainer des Neu-Ulmer Football-Regionalligisten eine überschwängliche Einschätzung. Die aber entspricht wohl dem, was vor allem die Neu-Ulmer Schlachtenbummler mit großer Freude an der Tauber erleben durften.

Das Endergebnis von 0:38 (0:7 / 0:7 / 0:10 / 0:14) spiegelt annähernd, wie recht Koch mit seiner Prognose gehabt hatte, als er in der Vorschau aufs Match feststellte: „Gelingt es allen Spielern nach besten Kräften ihre jeweilige Aufgabe zu erfüllen, sollten die Knights keine Chance haben.“

Team und Trainer waren sich im Hinblick auf die Aufgabe beim Zweitliga-Absteiger einig: „Ein Sieg muss her.“ Der Wille zum Erfolg war von Anfang an zu spüren. Vor allem nach der Halbzeit-Pause.

In den ersten beiden Vierteln gelang je ein Touchdown. Den Anfang machte Quarterback Robin Otto mit einem Lauf über acht Yards in die Endzone. Im zweiten Viertel lief Running-Back Mac Retto die noch fehlenden drei Yards. So hieß es zur Pause 14:0 aus Sicht der Spartans, weil Steffen Ganghof die jeweiligen Extra-Punkte erkickt hatte.

„Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir dann einfach gezeigt, was wir können“, urteilte Daniel Koch zufrieden. Die Franken Knights mussten mal wieder ohne ihren amerikanischen Quarterback auskommen, weil der aus beruflichen Gründen heimgeflogen war. Der als Wide-Receiver importierte andere US-Athlet spielte ersatzweise auf der Spielmacherposition der Knights. Ob deren Offense mit dem etatmäßigen Quarterback besser ausgesehen hätte, ist schwer zu sagen. Was Daniel Koch mit „sensationell“ meinte, als er seine Defense beurteilte: Die hat immerhin zwei der drei Touchdowns nach dem Halbzeit-Tee gemacht. Einmal konnte Safety Tobias Lang einen von der gegnerischen Offense fallengelassenen Ball schnappen und über den halben Platz direkt in die Endzone tragen. Da stand es dann schon 24:0, weil Steffen Ganghof vorher schon ein Fieldgoal erzielt und nach Langs TD auch den Extra-Punkt sicherte.

„In der Offense war alles schön verteilt.“

Im vierten Viertel konnte Robin Otto seinen Reciever Lasse Bartels mit einem 12-Yard-Pass in der Endzone erreichen, eine klassische Spartans-Variante, die auch diesmal zum Ziel führte. Und dann setzte nochmals Tobias Lang seiner Leistung die Krone auf, indem er nach einem von Matthias Weiser geblockten Fieldgoal-Versuch der Ritter den Ball direkt per 80-Yard-Lauf in die Franken-Endzone trug. Zudem war Steffen Ganghof , der als Kicker zur alten Leistungsstärke gefunden hat und so allein acht Punkte auf Scoreboard brachte, wie auch Jermaine Wolff „in der Defense Line überragend und haben den Quarterback gescheucht“, stellte Daniel Koch fest.

Und dann wollte er aber doch die Leistung der gesamten Mannschaft herausstreichen, nannte zwar noch die Interception von Elias Mauritius, lobte weiter: „In der Offense war alles schön verteilt: Catches von Maximilian Bär, Lasse Bartels und Jonas Huster, alle fünf Running-Backs hatten gute Läufe, was vor allem auch wieder an der starken Offense-Line lag.“ Und dann bilanzierte er, indirekt seine unter der Woche abgegebene Prognose variierend: „Alle, alle haben auf ihrer jeweiligen Position ihre Aufgabe beinahe perfekt erfüllt.“ Und so hatten die Knights tatsächlich nicht den Hauch einer Chance, konnten die Spartans an der vorherigen Wirkungsstätte ihres Cheftrainers den ersehnten Erfolg erzielen.