Der SSV Ulm 1846 und die Stadt Ulm haben sich gegenüber dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) gegen eine Ausrichtung der Deutschen Jugendmeisterschaften im September im Donaustadion ausgesprochen. Grund sind die immer noch geltenden strengen Einschränkungen für Großveranstaltungen im Rahmen der Corona-Pandemie.

SSV Ulm 1846: „Möchten Jugend-DM der Leichtathletik nicht ausrichten“

„So, wie die momentane Situation ist, möchten wir die Deutschen Jugendmeisterschaften nicht ausrichten“, sagte Wolfgang Beck, Leichtathletik-Abteilungsleiter des SSV Ulm 1846 am Mittwoch gegenüber der SÜDWEST PRESSE. „Die Meisterschaften sollen ein Fest sein für Teilnehmer und Ausrichter. Durch die aktuell bestehenden Corona-Regeln haben wir aber so viel mit der Verhütung von Infektionen zu tun, dass es keinem Spaß machen wird“, erklärt Beck weiter.
Ein paar Beispiele: Die Eltern der zu einem großen Teil minderjährigen Sportler sind vom Eintritt ins Donaustadion ausgeschlossen, außerdem muss jeder Athlet eine Stunde nach seinem Wettkampf das Stadion verlassen haben. „Was machen die Jugendlichen dann, wenn ihre Teamkollegen noch im Wettbewerb sind?“, fragt Beck.

Durch Corona wäre Leichtathletik-DM in Ulm deutlich teurer

Weitere Gründe dafür, dass die Ulmer die Ausrichtung der Veranstaltung zurückgeben wollen, sind das um 25 bis 35 Prozent erhöhte Budget, das durch die vielen Hygienemaßnahmen nötig wäre. Auch der neue Termin am zweiten September-Wochenende ist problematisch, weil dann voraussichtlich die Renovierung der Mehrkampfanlage im Stadion noch nicht beendet ist. Ursprünglich hätten die Titelkämpfe der besten 16 bis 20 Jahre alten Leichtathleten Deutschlands von 24. bis 26. Juli stattfinden sollen.