Das Euphorie-Feuer ist bei den Devils vor den beiden Partien am Freitag (20 Uhr) im Eisstadion Neu-Ulm gegen den EV Moosburg und am Sonntag (17.15 Uhr) beim EV Fürstenfeldbruck neu entfacht. Die zwei nicht erwarteten Siege in der Aufstiegsrunde zur Eishockey-Bayernliga gegen Passau und in Pegnitz haben neuen Schwung gebracht. Nach dem nicht einkalkulierten 1:5-Ausrutscher des Bayernliga-Zwölften ERV Schweinfurt in Fürstenfeldbruck kann sich der Landesligist VfE Ulm/Neu-Ulm drei Partien vor dem Saisonende durchaus wieder Hoffnungen auf den Sprung nach oben machen.

Dazu müssten aber eben die Schweinfurter, die fünf Punkte mehr auf dem Konto haben, noch Federn lassen. Wobei es das Restprogramm der Unterfranken in sich hat. Nach der Pflichtaufgabe gegen Schlusslicht ESV Burgau 2000 steht noch das Heimspiel gegen den Tabellenzweiten EHF Passau und zum Abschluss die Reise zum Spitzenreiter EC Pfaffenhofen, der bereits als Aufsteiger feststeht, an. „Solange es rechnerisch möglich ist, versuchen wir, Schweinfurt noch abzufangen“, sagte Georg Meißner, zweiter Vorsitzender der Devils. „Dazu müssen wir aber am Wochenende die sechs Punkte holen und jeder Spieler hochkonzentriert an die Aufgaben herangehen.“

Der VfE selbst hat mit Moosburg, Fürstenfeldbruck und am letzten Spieltag mit dem Derby gegen Burgau die drei Aufstiegsrunden-Nachzügler als Gegner. Somit scheint die Maximalausbeute von neun Zählern keine Herkulesaufgabe zu werden. Meißner: „Trotzdem wird das in gewisser Weise eine Wundertüte. Du weißt nicht, welche Mannschaften da noch mit welchem Kader und Einsatz auftreten werden.“

Er hofft auf einen noch größeren Publikumszuspruch als zuletzt (gut 500 Zuschauer im Schnitt bei den Heimspielen). Das gilt auch für das Auswärtsspiel in Fürstenfeldbruck, wo direkt vom angrenzenden Hallenbad das Geschehen auf der Eisfläche verfolgt werden kann. VfE-Trainer Robert Linke wird aller Voraussicht nach auf den kompletten Kader zurückgreifen können. Die zuletzt grippekranken Tim Tenschert und Armin Nußbaumer sind ebenfalls wieder ins Training eingestiegen wie Patrick Meißner (Knieprellung auskuriert). Mit Stürmer Florian Döring hat nun schon der achte Spieler aus dem Kader einen Vertrag unabhängig von der Ligazugehörigkeit für die neue Saison unterschrieben. Meißner: „Wenn es jetzt zum Aufstieg nicht reicht, reicht es eben nicht. Dann stecken wir uns das Ziel für die neue Saison.“

Bereits acht Spieler mit Vertrag für neue Saison


Der Kader der Ulm/Neu-Ulmer Devils für die kommende Eishockey-Saison nimmt bereits stärkere Konturen an. Neben dem Torhüter Maximilian Güßbacher haben auch die beiden Verteidiger Martin Jainz und Tim Tenschert sowie die fünf Stürmer Timo Schirrmacher, Jonathan Schalk, Benedikt Stempfel, Marius Dörner und Florian Döring einen Vertrag für die nächste Spielzeit.