Ihren bislang größten Erfolg hat die Judo-Abteilung des TSV Erbach gefeiert. Bei der deutschen U-18-Meisterschaft in Leipzig holte sich Daniel Udsilauri in der Gewichtsklasse 90 + den Titel. Dimitij Popp (46 kg) und Daniel Paulsin (50 kg) wurden jeweils Fünfter.

Nach seinem fünften Platz im vergangenen Jahr nahm Daniel Udsilauri nun den Titel ins Visier. Mit Fegetechniken und Schenkelwürfen räumte er seine Mitbewerber um die Meisterschaft  im Schwergewicht über 90 kg aus dem Weg. Nach dem Sieg im Halbfinale über den Berliner Lorenz Moor stand ihm dann Paavo Plöhnert aus Halle gegenüber. Hier sollte ihm der Sieg im Stand verwehrt bleiben, im Boden nutzte er dann aber die Chance, den Hallenser mit einem Haltegriff über die nötigen 20 Sekunden auf der Matte zu fixieren.

Wohlverdient und stolz nahm er Goldmedaille und Meisterpokal vom zweimaligen Weltmeister und Olympia-Sieger Udo Quellmalz entgegen.

Sein Zwillingsbruder George entschied zwei Kämpfe für sich, wurde aber im dritten Kampf gemeinsam mit seinem Gegner „aufgrund beidseitigem emotionalen Fehlverhaltens“ vom Turnier ausgeschlossen.

Videobeweis im Einsatz

Dimitrij Popp brauchte zum Auftakt der 46-kg-Klasse gerade mal fünf Sekunden, um seinen Gegner auf die Matte zu befördern. Pech hatte er nach einem weiteren Erfolg im Halbfinale, als ihm erst ein halber Punkt wieder aberkannt und es dann nach Videobeweis eine Wertung für seinen Kontrahenten gab. Seinen Frust konnte er im kleinen Finale nicht in positive Energie umsetzen, so dass er Bronze verpasste.

Daniel Paulsin ging als einer der Jüngsten in die Entscheidungen der Gewichtsklasse bis 50 kg und erreichte das Halbfinale, wo er aber gegen einen zwei Jahre älteren Kaderkämpfer kein Konzept fand.  Im Kampf um Bronze spielte wiederum der Videobeweis eine Rolle. Der fünfte Rang war aber eine mehr als achtbare Platzierung in seinem ersten Jahr bei der U18.