Leichtathletik In Rostock geht der große Titel-Plan auf

chu/ebu 31.07.2018

Fast alle Erwartungen erfüllt haben die jugendlichen Leichtathleten des Kreises bei den deutschen Meisterschaften im heißen Rostock. Besonders Werferin Antonia Kinzel (SSV 46) zeigte wie im Vorjahr Nervenstärke. Gleich drei Mal verbesserte sie im Diskus-Wettbewerb ihre Bestleistung bis auf 48,84 m. Am Ende war es hinter U-20-Kugelstoßweltmeisterin Selina Dantzler (München) wie bereits kurz berichtet Rang drei und die Bronzemedaille, über die sie mit ihrem Trainer Michael Lischka jubeln durfte.

Nicht ganz so gut lief es im Kugelstoßen, wo sie mit 13,89 m etwas unter ihren Möglichkeiten blieb und am Ende auf Rang sechs landete. Siebter wurde ihr Vereinskollege Henry Behrens im Weitsprung der U 20. Mit 6,89 m startete er gut in den Wettkampf und qualifizierte sich sicher für den Endkampf. Dort kämpfte er aber vergeblich mit den wechselnden Winden und schaffte keinen gültigen Versuch mehr.

Zwei starke Rennen liefen Kim Strohmaier, Kim Gaupp, Jule Tiltscher und Carolin Bender in der 4x100-m-Staffel. Nach 49,13 Sekunden im Vorlauf kamen sie mit Saisonbestzeit von 49,10 im B-Finale auf Rang drei. Eine Zeit, die selbst im A-Finale für Rang fünf gereicht hätte. Im Hürdensprint kämpften Jule Tiltscher und Elias Jungbauer vergeblich mit dem fast orkanartigen Gegenwind. Während Tiltscher mit 15,14 deutlich unter ihrer Bestzeit blieb, musste Jungbauer das Rennen vorzeitig beenden. Nicht wie erhofft lief es für Annika Schepers (SG Dettingen/Donau) im U-18-Kugelstoßen. Mit 14,01 m verpasste sie nach drei Versuchen den Endkampf um lediglich zwei Zentimeter und musste als Neunte untätig dem Finale zuschauen.

Die schnellste 200-m-Nachwuchssprinterin Deutschlands kommt aus Vöhringen: Svenja Pfetsch siegte auf ihrer Paradestrecke. Klubkollegin Salome Kirchner lief ins 1500-m-Finale und belegte in 4:57,42 Minuten den zwölften Platz. Der Plan von Svenja Pfetsch und ihrem Trainer Eugen Buchmüller ist aufgegangen. Trotz Endlauf- und Medaillenchance hat sie auf den 100-m-Start bei der weiblichen Jugend U 18 verzichtet, um sich die Kräfte für die 200 m zu sparen, wo sie mit schnellster Meldezeit (24,03 Sekunden) startete. Gleich zum Auftakt ließ sie nichts anbrennen und lief in 24,18 als Erste über die Ziellinie. Drei Stunden später war dann der große Augenblick gekommen: Finale. Auf Bahn fünf ging Svenja Pfetsch ins Rennen und machte gleich in der Kurve ordentlich Druck, sodass sie als erste auf die Zielgerade kam. Ihre Führung gab sie nicht mehr her und holte sich so ihren ersten deutschen Meistertitel in guten 24,27 Sekunden vor Mona Mayer (24,41) aus Ingolstadt und der Vorjahressiegerin Talea Prepens aus Cloppenburg (24,64 Sekunden). „Als ich aus der Kurve kam und vorne lag, dachte ich, jetzt einfach nur durchziehen und niemanden mehr vorbeilassen“, kommentierte Svenja Pfetsch den Lauf zum Titel.

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