SSV Ulm 1846 Hockey-Herren zittern sich zum Klassenerhalt

Glück gehabt: Trainer Sascha Heinrich.
Glück gehabt: Trainer Sascha Heinrich. © Foto: Volkmar Könneke
München/Ulm / swp 14.02.2019

Hockey-Krimi vom Feinsten an der Isar: Um den Verbleib in der 2. Regionalliga aus eigener Kraft zu sichern, musste für die Mannschaft von Trainer Sascha Heinrich beim HLC Rot-Weiß München zwingend ein Sieg her. Aufgrund der Bedeutung des Spiels reisten zahlreiche Ulmer Fans mit in die Landeshauptstadt, um ihr Team nach Kräften zu unterstützen.

Die in Bestbesetzung angereisten Ulmer hatten sich viel vorgenommen und Trainer Heinrich konnte aus dem Vollen schöpfen. In einer spannenden Begegnung gelang es beiden Teams in der ersten Hälfte kaum in aussichtsreiche Position im Schußkreis zu kommen. Die Mannschaften waren in erster Linie auf Fehlervermeidung bedacht, vor allem die Ulmer konzentrierten sich sehr stark aufs Verteidigen So blieb es lange beim 0:0. Erst wenige Sekunden vor der Pause konnte Leon Weis den SSV mit dem so wichtigen 1:0 in die ersehnte Führung bringen.

In Hälfte zwei versäumten es die Ulmer in einer Phase spielerischen Übergewichts allerdings, einen weiteren Treffer zu erzielen. Stattdessen trafen die Gastgeber in der 49. Minute zunächst zum 1:1 und gingen nur 5 Minuten später sogar mit 1:2 in Führung.

Alles auf eine Karte gesetzt

Ulm musste nun reagieren und so nahm Heinrich zehn Minuten vor Schluss den Torwart zu Gunsten eines sechsten Feldspielern aus dem Spiel. Eine taktische Maßnahme, die prompt durch einen Ausgleichstreffer von Felix Mayer belohnt wurde. Statt direkt noch einmal nachzulegen, mussten die Ulmer in der letzten Spielminute aber noch das 2:3 hinnehmen. Auch die Rot-Weißen hatten kurz vor Schluss alles auf eine Karte gesetzt, ihrerseits den Torwart aus dem Spiel genommen und so den Siegtreffer erzielten können.

Nach dem Spiel herrschte erst einmal großes Zittern bei den Ulmern. Da das Team durch die Niederlage den Klassenerhalt aus eigener Kraft verpasst hatte, hing nun alles von den Ergebnissen der Spiele in Schwabach und Mannheim ab. Erst dann war klar, dass ein Sieg des ASV München den Ulmern trotz der Niederlage zum Klassenerhalt verholfen hatte.

Da der ASV als Meister direkt in die 1. Regionalliga aufsteigt und keine Südmannschaft als Absteiger in die 2. Regionalliga kommt, steigen nur zwei Teams in die Oberliga ab. Ulm hält dadurch mit viel Glück seine Klasse und spielt aller Vorraussicht nach auch im nächsten Jahr in der 2. Regionalliga. TV Schwabach und TSV Mannheim 2 steigen ab.

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