Hockey Niederlagen im Regionalhockey: Frust bist unter den Christbaum

bkö 20.12.2016

Die Zuschauer in der Blauringhalle bekamen gegen den THC Hanau ein schnelles und spannendes Hockey-Regionalligaspiel zu sehen. Schnell gingen die stark aufspielenden Ulmer sogar mir 4:1 in Führung und kontrollierten das Spiel in den ersten 20 Minuten.  Die Hanauer  waren in dieser Spielphase sichtlich unter Druck, konnten durch gute Ecken und Konter aber zur Pause noch auf 4:3 verkürzen. In der zweiten Spielhälfte begannen die Gastgeber stark – 7:4. Den Ulmern gelang es aber nicht, die Führung auszubauen. Stattdessen wurde man auf Grund des aggressiven Pressings der Haunauer nervös, plötzlich hieß es 7:7.

Dann das Dilemma: Trainer Heinrich entschied sich, den Torhüter herauszunehmen um mit einem zusätzlichen Feldspieler eine Überzahlsituation zu schaffen. Leider konnten die Ulmer diese Überzahlsituation nicht zu ihrem Vorteil nutzen. Eine beim Stand von 7:8 vergebene Ecke und der darauffolgende verschossene Siebenmeter kurz vor dem Spielende konnten keine Wende mehr einleiten. Im Gegenteil, zwei Konter in der letzten Minute führten zum 7:10-Endstand. Der Frust war den Ulmer Herren, die die Niederlage gar nicht fassen konnten, anzusehen. Auch auf der anschließenden Weihnachtsfeier im Hockeyhaus war das Spiel noch lange beherrschendes Thema. Die Position mit null Punkten am Tabellenende  ist am Ende der Hinrunde zwar unvorteilhaft, dennoch heißt die Devise: Nicht aufgeben. Die Ulmer Tore schossen  Bach (3), Pluta (2), Woesch und Johnson (je 1).

Und die SSV-Frauen? Es wiederholte sich das sportliche Drama des letzten Wochenendes. Trotz anfänglicher Führung können die Ulmer Damen keine Punkte aus Bietigheim mitnehmen. Vier Minuten vor dem Ende verwandelte Louisa Tekotte  souverän eine Strafecke zum 3:4, Charlotte Holdschuer konnte unmittelbar darauf auch noch den Ausgleich erzielen. Aus Sicht der Ulmer wäre dieses 4:4 ein versöhnliches Ergebnis gewesen. Mit dem letzten Konter gelang Bietigheim allerdings zehn Sekunden vor Spielende das 5:4. Zur Weihnachtspause belegen die Ulmer Damen damit mit sieben Punkten den vierten Platz.