Segelflug Hochbetrieb am Himmel über Erbach und Ulm

Segelflugzeuge werden in der kommenden Wochen am Himmel über Ulm und Erbach keine Seltenheit sein.
Segelflugzeuge werden in der kommenden Wochen am Himmel über Ulm und Erbach keine Seltenheit sein. © Foto: dpa
Erbach/Ulm / Sebastian Schmid 18.05.2018

Ab Samstag wird für eine Woche lang um die Mittagszeit herum reges Treiben am Himmel zwischen Ulm und Erbach herrschen. Grund dafür sind die Qualifikations-Wettkämpfe für die deutschen Meisterschaften im Segelfliegen. Nachdem 2015 der SFC Ulm auf dem Flugplatz Erbach Gastgeber der DM war, richtet der Klub dieses Mal den Vorentscheid aus. Dabei werden rund 40 Teilnehmer in der Standard- und der Klubklasse um das DM-Ticket kämpfen. Für Lokalkolorit sorgen Martin und Philipp Söll von der Fliegergruppe Blaubeuren.

Um sich bei der einwöchigen Veranstaltung für die nationale Endrunde zu qualifizieren, müssen die Teilnehmer vereinfacht ausgedrückt an den einzelnen Wettkampftagen vorgegebene Strecken möglichst schnell zurücklegen. Dabei müssen jeden Tag sich ändernde Punkte im Bereich der Schwäbischen Alb von Donaueschingen bis Aalen sowie im Bereich Oberschwaben bis zum Bodensee angeflogen werden. Bei gutem Wetter können die Strecken durchaus rund 500 Kilometer betragen, wobei Spitzenpiloten unter guten Bedingungen Schnittgeschwindigkeiten von rund 130 Kilometer erreichen.

Stefan Brehm vom Veranstalter SFC Ulm rechnet aber aufgrund des eher schlechten Wetters zum Start am Samstag mit deutlich kürzeren Strecken und niedrigeren Geschwindigkeiten. Ansonsten heißt es: Daumen drücken, dass das Wetter kommende Woche wieder besser wird und ideale Flugbedingungen bietet.

Der Ablauf während der Veranstaltung wird jeden Tag ähnlich ablaufen: Nach dem etwa halbstündigen Briefing um 10 Uhr begeben sich die Piloten zu ihren Segelflugzeugen. Innerhalb von 60 Minuten werden alle 40 Teilnehmer dann je nach Wetter gegen zwölf Uhr mittels Schleppflugzeugen in die Luft gezogen. Danach bleibt es jedem Starter selber überlassen, wann er die „Startlinie“ überquert und sich auf den Weg macht. Es kann also durchaus sein, dass rund um Erbach und zum Teil auch über Ulm 40 Segelflugzeuge auf den optimalen Startzeitpunkt warten. Ein Blick nach oben könnte sich in der kommende Woche also durchaus lohnen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel