Reiten Hans Günter Winkler war oft in Oberelchingen

Elchingen / Jörn Rebien 17.07.2018

Als vergangene Woche die Nachricht vom Tod des legendären Springreiters Hans Günter Winkler eintraf, haben auch viele Pferdefreunde aus der Region aufgehorcht. Denn der Ausnahmekönner war auch hier früher häufig zu Besuch: Auf dem Oberelchinger Pfingstturnier führte „HGW“ junge Pferde an den Sport heran und gab seinen Schülern den letzten Schliff.

1980, vier Jahre nach dem Gewinn seiner letzten Olympiamedaille im kanadischen Montreal, gab der weltbeste Springreiter erstmals bei der 14. Auflage des Reit-Spektakels im Klosterhof seine Visitenkarte ab. Zusammen mit seiner dritten Ehefrau Astrid, einer venezuelanischen Millionärstochter, startete er in allen wichtigen Springprüfungen. in der zweiten Qualifikation zum Großen Preis blieben beide ohne Strafpunkte. Astrid Winkler auf Midland kassierte 500 DM für Platz vier und ihr Ehemann musste sich auf Aslan mit Platz sechs und 300 DM zufrieden geben. Im Großen Preis schließlich konnten sich beide nicht platzieren.

Auch fünf Jahre später stand die Pferdesport-Legende wieder auf den Starterlisten im Klosterhof, darunter auch im Eröffnungsspringen der Klasse M.  Der fünfmalige Olympiasieger war sich nicht zu schade, sich im schwäbischen Dorf mit Reitern aus der Region zu messen. Auf jeden Fall klappte es im Großen Preis schon besser.

Gerüchteküche brodelte

Schon damals fungierte er als Vormann der deutschen Springreiter. Und so war es auch auf den Napoleonshöhen in Oberelchingen, wo Hans Günter Winkler als Teamchef ins Spiel gebracht wurde. Am 13. Juli 1986 ritt Winkler seine letzte Ehrenrunde beim CHIO in Aachen und hing seine Reitstiefel an den Nagel.

Dennoch war Winkler auch danach noch zu Gast im Klosterhof: Zunächst mit seiner Schülerin Debby Malloy, der Tochter eines New Yorker Pferdezüchters, als strenger Coach. Sie wurde später seine vierte Ehefrau und starb nach einem Reitunfall auf tragische Weise.

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