Die Medaillen bei den deutschen Hallenmeisterschaften im Siebenkampf gehen nur über die Athleten des SSV 46: Gleich vier Ulmer Zehnkämpfer führen die Meldeliste für die nationalen Titelkämpfe am kommenden Wochenende in Halle/Saale an.

Mathias Brugger, Tim Nowak, Manuel Eitel und Florian Obst läuten am Samstag und Sonntag aus Ulmer Sicht das Mehrkampf-Jahr 2019 ein. Der erste Zehnkampf wird zwar noch einige Monate auf sich warten lassen – aber im Hallen-Siebenkampf geht‘s um nationale Titel. Und das Ulmer Quartett liebäugelt mit einem Alleingang: Die vier SSV-Athleten führen mit deutlichem Vorsprung als einzige 8000-Punkte-Zehnkämpfer im zwölfköpfigen Teilnehmerfeld die Meldeliste an.

 „Das wird für unsere Athleten eine ganz enge Kiste und ein Kampf auf Augenhöhe“, sagt Trainer Christopher Hallmann, wenn er nach seinem Favoriten gefragt wird. „Derjenige, der in allen sieben Disziplinen am konstantesten sein Leistungspotenzial abrufen kann, wird sich durchsetzen.“

 EM-Teilnehmer Mathias Brugger bringt die größte Erfahrung und mit 6126 Punkten die stärkste Bestleistung mit. Tim Nowak hat sich im Dezember im Trainingslager in Südafrika ein hohes Leistungsniveau erarbeitet. Manuel Eitel konnte zuletzt beim Test-Wettkampf in Ulm mit zwei Bestleistungen überzeugen. Und Neuzugang Florian Obst gehört das Überraschungsmoment. Es ist eine spannende Ausgangslage, wenngleich ein Ziel unerreichbar ist: die Qualifikation für die Hallen-EM in Glasgow (1. bis 3. März). Denn die beiden deutschen Startplätze sind bereits aufgrund der Leistungen der letztjährigen Freiluft-Saison an den Koblenzer Kai Kazmirek sowie den Ulmer Europameister Arthur Abele vergeben. Er wird am Sonntag beim Hallenmeeting in Dortmund mit einem Start über 60 Meter Hürden in die Hallensaison einsteigen.

 Fünfte Ulmer Athletin in Halle/Saale ist die 15-jährige Marie Jung. Für sie geht es im Fünfkampf der U 18 darum, Erfahrungen zu sammeln und in einigen Disziplinen die Favoritinnen zu ärgern.