Eishockey Gänsebraten und viele ungelegte Eier

Ulm / Detlef Groninger 29.12.2018

Zwischen Platz eins und vier kann der Eishockey-Landesligist VfE Ulm/Neu-Ulm am Ende der regulären Punktrunde noch landen und hat damit wie bereits mehrfach gemeldet die Teilnahme an der Bayernliga-Aufstiegsrunde schon in der Tasche.

Vor dem Schlagerspiel am morgigen Sonntag (18 Uhr) beim punktgleichen Tabellendritten ESC Kempten beginnen schon die Rechenspiele beim derzeitigen Kronprinzen der Liga. Schließlich sollte wegen der günstigeren Konstellation in der saisonentscheidenden Zusatzschicht mit einer weiten Auswärtsfahrt weniger möglichst der Platz an der Sonne oder aber Rang drei herausspringen.

Und die Spitzenposition in der Tabelle scheint angesichts der beiden noch anstehenden leichten Heim-Aufgaben von Klassenprimus ESV Burgau 2000 (38 Punkte) gegen den TSV Farchant und den EV Pfronten schon vergeben. Die drei dahinter platzierten Kontrahenten mit den Devils (36 Zähler aus 16 Spielen), Kempten (36/16) und dem ESV Buchloe (33/15) liegen hingegen nahezu gleichauf.

„Wir können uns nun nicht darauf ausruhen. Es gibt zu viele ungelegte Eier hinsichtlich dem Ausgang der restlichen Partien. Wir müssen es einfach so nehmen, wie es kommt“, kündigt VfE-Geschäftsführer Patrick Meißner an. „Mit den Spielen in der Aufstiegsrunde beginnt dann die wichtigste Phase. Da interessiert dein bisheriges Abschneiden niemand mehr.“

Wobei nicht zu erwarten ist, dass die Devils in Kempten mit angezogener Handbremse spielen werden. Bei den Allgäuern läuft die Begegnung unter dem Motto „Hockey Classic“ zum Jahresende 2018. Es wird aus diesem Anlass eine Publikumszahl von 2018 Zuschauern angestrebt.

Kein fester Eintrittspreis

Es gibt keinen festen Eintrittspreis. Jeder Fan kann einen freiwilligen Obolus am Stadioneingang entrichten. Auch die Devils werden wohl von einer dreistelligen Fankolonie nach Kempten begleitet werden. „Das macht doch gleich viel mehr Spaß, wenn du vor so vielen Zuschauern spielst“, bekennt Verteidiger Meißner.  Trotzdem werden beim VfE Überlegungen angestellt, die angeschlagenen Michael Simon (Knieprobleme), Sebastian Koberger (Sprunggelenksschmerzen) und Dominik Synek (Prellung) im vermutlichen Duell auf Augenhöhe in Kempten nicht einzusetzen. Patrick Meißner flachst: „Es wird wohl darauf ankommen, welche von beiden Mannschaften die Weihnachtsgans besser verdaut hat.“

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