Aufstieg Aufstieg des KSV Unterelchingen in der Ringer-Landesliga: Feiern bis zum Sonnenaufgang

Symbolisch: Kevin Schweter obenauf.
Symbolisch: Kevin Schweter obenauf. © Foto: Rudi Apprich
dg 04.12.2017
Durch ein 20:8 über Obereisesheim macht der KSV den Sprung in die Ringer-Landesliga vorzeitig klar.

Die KSV-Halle glich einem Tollhaus. Die 350 Zuschauer feierten die Ringer des KSV Unterelchingen nach dem 20:8-Sieg gegen den VfL Obereisesheim. Nach der Landesklassenmeisterschaft am drittletzten Kampftag und dem Landesliga-Aufstieg schwappte „La Ola“, die Welle der guten Laune, gleich mehrfach von den Athleten auf das Publikum über.

Als Stimmungskanonen entpuppten sich dabei die Bezirksliga-Fußballer der SSG Ulm 99, die für reichlich Tohuwabohu gesorgt hatten. Zudem waren die Unterelchinger Ringer-Oldies mit Georg Bader und Reinhold Hucker erneut als Glücksbringer dabei. Die Feierlichkeiten gingen bis fast zum Sonnenaufgang am Sonntag.

 Wobei sich im Duell der Titelaspiranten schon frühzeitig der Triumph der „Elchfighter“ abzeichnete. So hatten die Obereisesheimer zunächst zwar noch in der Klasse bis 66 Kilogramm im klassischen Stil einen Athleten aufgeboten, ihn dann aber verletzungsbedingt wieder zurückgezogen. Somit waren zwei Gewichtsklassen von den Gästen nicht besetzt und Unterelchingen hatte acht Punkte auf der Habenseite, bevor die ersten Ringer die Matte betraten. Und dann gingen auch noch die drei Kämpfe auf Augenhöhe jeweils an den Spitzenreiter. Pascal Schmidt (130 kg, griechisch-römisch) konnte den 62 (!) Pfund schwereren Markus Gückstock in Schach halten, der 18-jährige Maximilian Besser (86 kg, gr) bezwang den Veteranen-Weltmeister Wilhelm Schröder (58) und Rudolf Münkle (98 kg, Freistil) wies den ehemaligen Dewanger Bundesliga-Ringer Halil Meral deutlich in die Schranken. „Das war eine super Mannschaftsleistung. Der Zusammenhalt hat zum Titel geführt“, lobte KSV-Freistiltrainer Dieter Folz.

 Auch in der Landesliga, in der dann zehn statt bisher neun Duelle (die Klasse bis 75 Kilogramm wird in beiden Stilarten geführt) je Kampftag ausgetragen werden, soll der Weg mit den eigenen Talenten fortgesetzt werden. Folz: „Wir haben die Leute dafür. Unsere Devise bleibt wie bisher: Auf die Ringer aus Unterelchingen setzen!“