Rekord Erbacher Triathlon stößt an seine Grenzen

Auch dank der Polizei-Landsmeisterschaft konnte die Veranstaltung einen Rekord verbuchen. 2021 kehren die Ordnungshüter für die deutsche Meisterschaft nach Erbach zurück.
Auch dank der Polizei-Landsmeisterschaft konnte die Veranstaltung einen Rekord verbuchen. 2021 kehren die Ordnungshüter für die deutsche Meisterschaft nach Erbach zurück. © Foto: Rudi Apprich
Erbach / Sebastian Schmid 26.06.2018

So zufrieden und stolz Wolfgang Schweikart mit dem reibungslosen Verlauf und der Rekord-Teilnehmerzahl von 1132 Startern auch war, eine neue Bestmarke für die 23. Auflage des Erbacher Triathlon im kommenden Jahr strebt er nicht an. „Das ist die Grenze für uns“, stellt der Organisator der Traditionsveranstaltung klar: „Wir sind nicht auf einen neuen Rekord aus.“ Zu groß wäre der logistische Aufwand, zu hoch die Belastung für die rund 300 ehrenamtlichen Helfer, die dieses Jahr wieder ihren Teil dazu beigetragen haben, dass die Veranstaltung planmäßig und ohne einen einzigen Zwischenfall über die Bühne gehen konnte.

SSV-Frauen sind zufrieden

Als einziges Team der Region war der SSV Ulm 1846 in der baden-württembergischen Frauenliga über die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 43 km Radfahren, 10 km Laufen) am Start. In der Besetzung Sandra Fundel, Annika Held, Fanny Meyer und Esther Mayer belegte der SSV-Tross den 15. Platz unter 17 Teams. Schnellste dieses Quartetts war Sandra Fundel, die nach 2:36:50 Stunden die Ziellinie im Donauwinkelstadion überquerte und damit Gesamtrang 36 sowie den zehnten Platz in der Altersklasse 25 belegte. Annika Held (47./2:42:55), Fanny Meyer (49./2:44:25) und Esther Mayer (57./2:49:20) folgten mit etwas Abstand. Dabei biss Annika Held, die sich bereits beim Schwimmen am Zeh verletzt hatte, auf die Zähne und kämpfte sich bis ins Ziel. Im neuformierten Team war man mit dem Ergebnis des dritten Wettkampfs der Liga-Saison zufrieden. Zum Abschluss geht es am 12. August nach Karlsdorf.

Pascal Tischler vom TV Forst war ebenfalls zufrieden, schließlich sicherte er sich über die Olympische Distanz bei 270 Startern mit einer Gesamtzeit von 2:12:37 Stunden die Goldmedaille. Diana Peukert vom TV Bretten war in 2:36:18 Stunden bei den Frauen das Maß der Dinge.

Richtig viel war beim Volkstriathlon los. 418 Starter*innen sorgten hier für einigen Trubel im Erbacher Badesee (0,5 km Schwimmen) und später auf der Rad- und Laufstrecke (23 km/5km). Am Ende war Nils Dehne (TB Cannstatt) mit seiner Zeit von 1:04:18 Stunden der Sieg nicht zu nehmen. Vera Nickel vom DAV Ravensburg sicherte sich bei den Frauen den ersten Platz (1:15:58).

Einstein-Triathlon 2019 fraglich

Einer der Gründe für die Rekordstarterzahl in Erbach dürfte der Ausfall des Einstein-Triathlons sein. Die bei den Athleten der Region überaus beliebte Veranstaltung in Ulm und der Umgebung findet in diesem Jahr nicht statt, da die Organisatoren mit der von den Städten Ulm und Neu-Ulm vorgesehene Radstrecke nicht einverstanden waren. Bislang gab es noch keine Gespräche, wie es 2019 weitergeht. Ein neuerlicher Ausfall scheint aber nicht unwahrscheinlich. Auf Schweikart und sein Erbacher Team dürfte in diesem Fall also auch nächstes Jahr viel Arbeit zukommen.

Flotte Polizisten stellen sich dem Dreikampf

In Erbach wurden auch die Polizeilandesmeisterschaften ausgetragen. 49 Herren und acht Damen nahmen daran teil. 800 m Schwimmen, 23 km Radfahren und 5 km Laufen standen dabei auf dem Programm. Am schnellsten war Christopher Wehrle vom Polizeipräsidium Freiburg unterwegs (1:07:17 Stunden). Bei den Frauen war Lisa Miksch nicht zu schlagen (1:16:14). Bester Sportler vom ausrichtenden Polizeipräsidium Ulm war Timo Maier als Sechster (1:13:10). Schnellte Ulmer Polzistin war Michaela Mayer (1:33:42), die Fünfte wurde.Bereits jetzt steht fest: 2021 werden in Erbach die deutschen Triathlon-Polizeimeisterschaften ausgetragen.

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