Leichtathletik EM-Ticket für Alina Reh in letzter Minute

Ulm/Regensburg / swp 25.06.2018

Am Samstagabend um exakt 23.02 Uhr war sie im Ziel – und am Ziel ihrer Wünsche: In Regensburg gelang Alina Reh nach längerer Verletzungspause die Last-Minute-Überraschung. Bei ihrer ersten und quasi letzten Chance – der Nominierungszeitraum endet am 1. Juli – sicherte sich die Langstrecklerin vom SSV Ulm 1846 über 10 000 Meter mit 32:17,17 Minuten (deutsche Jahresbestzeit) ihr Ticket für die EM im August in Berlin. Die Norm von 32:55,00 unterbot sie deutlich.

„Ich habe mich gut gefühlt und bin glücklich, dass es so gut lief“, jubelte Alina Reh nach ihrem gelungenen Comeback. Auf den ersten 4000 Metern hatte Mittelstrecklerin Diana Sujew (LG Eintracht Frankfurt) für das richtige Tempo gesorgt. „Sie hat mich ein wenig gezügelt, sonst wäre ich wohl schon nach zwei Kilometern ungeduldig geworden“, sagte die Laichingerin Reh. „Ich bin stolz auf Alinas Leistung. Sie hat Druck gemacht und hat verdient nach einem starken letzten Kilometer gewonnen“, sagte Trainer Jürgen Austin-Kerl.

 Dabei hatte sich die 21-Jährige erst ganz kurzfristig für einen Start in Regensburg entschieden. Schließlich sollte der vor knapp zehn Wochen erlittene Ermüdungsbruch im rechten Wadenbein erst komplett ausgeheilen. Das war er – und das Training lief nach dem Umstieg vom Aquajogging auf normale Laufeinheiten überraschend gut. Hinter Reh stürmte Anna Gehring (Köln/ 32:20,37) ebenfalls zur EM.

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