Eishockey-Landesligist VfE Ulm/Neu-Ulm war drauf und dran, sich den Platz an der Sonne im Derby beim ESV Burgau 2000 wieder zurückzuholen, verspielte aber im letzten Drittel einen 4:1-Vorsprung und siegte schließlich nach Penaltyschießen mit 5:4 (2:0, 2:1, 0:3). Dadurch konnten die Devils den Rückstand auf Burgau nur um einen Punkt verkürzen und haben nun noch zwei Zähler Rückstand. Am Freitag hatte der VfE nämlich im Eisstadion Neu-Ulm mit einem 1:4 (0:2, 0:0, 1:2) gegen den ESV Buchloe den Rang als Klassenprimus räumen müssen.

Vor 450 Zuschauern fanden die Gastgeber nie ins Spiel und kamen mit der aggressiven Spielweise des Bayernliga-Absteigers überhaupt nicht zurecht. „Wir haben über zwei Drittel kein Eishockey gespielt und hatten keine Ordnung“, so VfE-Trainer Robert Linke. Buchloe war effektiver. Nur Peter Brückner hatte zum 1:2 für den VfE getroffen.

Vor 1100 Zuschauern in Burgau präsentierten sich die Devils den 300 mitgereisten Fans dann zunächst von ihrer Schokoladenseite. Wobei Torwart Konstantin Bertet, der einen Penalty der Burgauer (19.) entschärfen konnte, einen Sahnetag erwischt hatte. Zudem legten seine Vorderleute im Angriff los wie die Feuerwehr. Es waren keine 60 Sekunden absolviert und die Gäste führten durch Florian Döring und Dominik Synek mit 2:0. Auch das Anschlusstor (28.) brachte den VfE nicht aus dem Konzept. Erneut Döring (35.) und Timo Schirrmacher (40.) legten nach. Doch in den letzten zehn Minuten verloren die Gäste den Faden und Burgau kam zum Ausgleich (54., 55., 60.). Im Penaltyschießen verwandelten Tim Tenschert und Marius Dörner für den VfE, Bertet meisterte beide Burgauer Versuche.