Ohne Topscorer Petr Ceslik, der mit Grippe im Bett blieb, und den verletzten Angreifer Michael Simon reiste das Eishockeyteam des VfE Ulm/Neu-Ulm zum vorletzten Auswärtsduell der Landesliga-Saison an. Gegen den Tabellennachbarn ESC Kempten unterlag die Mannschaft der Devils mit 3:4 (2:1, 0:1, 1:2).

Vor 2334 Zuschauern, davon mehr als 250 Devils-Fans, brachte Dominik Synek den VfE nach nur 17 Sekunden in 1:0 Führung. Fünf Minuten später hatten die Devils erneut Grund zum Jubeln. Der 21-jährige Stürmer Timo Schirrmann erhöhte auf 2:0 für die Gäste. Doch die Freude währte nicht lange. Kempten konnte in Überzahl den 2:1-Anschlusstreffer (11. Minute) erzielen. Das Tor brachte einen Aufschwung für die Hausherren, die noch im zweiten Drittel (32.) ausgleichen konnten. „Die erste Reihe der Kemptener war sehr stark und hat zunehmend Druck auf unsere Mannschaft ausgeübt“, sagt VfE-Vorstandsmitglied Georg Meissner.

Kempten dreht die Partie

Im Schlussdrittel gelang es den Gastgebern letztendlich das Spiel zu drehen. Kempten erzielte in der 44. Minute ein Tor und ging erstmals in Führung. Florian Döring konnte zwar noch für den VfE ausgleichen (49.), doch schon zwei Minuten später lag der ESC mit 3:4 erneut in Front.

Die Auszeit von VfE-Trainer Robert Linke eineinhalb Minuten vor dem Ende und der Versuch den Ausgleich mit einem weiteren Spieler und ohne Torhüter zu erzielen, blieben am Ende ohne Erfolg. „Das war ein schnelles Eishockey-Spiel zweier gleichwertigen Mannschaften auf hohem Niveau“, sagt Meissner: „Am Ende war das Quäntchen Glück auf Kemptens Seite.“

Die Niederlage gegen Kempten ändert nichts an der Qualifikation des VfE für die Bayernliga-Aufstiegsrunde, auf die die Devils bereits voll fokussiert sind. „Unser Blick liegt schon auf den Playoffs. Wir sind hochkonzentriert“, stellt Meissner klar. Dennoch gilt es davor noch die Landesliga-Saison erfolgreich zu beenden.

Am kommenden Samstag (17 Uhr) treffen die Devils auswärts auf den EV Bad Wörishofen. „Da müssen wir ganz klar gewinnen“, fordert Meissner. Das Spiel beim Vorletzten hat vor allem für VfE-Coach Linke einen besonderen Reiz. Der 34-Jährige trifft nämlich auf seinen ehemaligen Verein, für den er einst stürmte und ihn danach coachte.