VfE Ulm/Neu-Ulm Eishockey-Nachwuchs auf dem Vormarsch

Trockenübungen auf nassem Asphalt: Die Ulmer Eishockey-Jugend eifert den Olympia-Helden nach.
Trockenübungen auf nassem Asphalt: Die Ulmer Eishockey-Jugend eifert den Olympia-Helden nach. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Detlef Groninger 17.05.2018
Auch drei Monate nach Olympia hat der VfE Ulm/Neu-Ulm in der Eishockey-Jugend regen Zulauf.

Das bescheidende Abschneiden der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft scheint den neu gewonnenen Stellenwert der Sportart kaum zu beeinflussen. „Wir haben einen kleinen Boom im Nachwuchsbereich. Wir waren aber schon vor dem Erfolg bei Olympia bei unseren Junioren zahlenmäßig auf einem hohen Level“, sagt Patrick Meißner, Verteidiger des Landesligisten VfE Ulm/Neu-Ulm und auch Trainer der U 15 des Klubs. „Das WM-Ergebnis wird keinen Dämpfer in diesem Bereich geben.“

Der VfE selbst bildet in der U 13, U 15 und U 17 eine Spielgemeinschaft mit dem EC Senden und dem ESV Burgau 2000. Lediglich bei den ältesten Talenten befinden sich die jungen Devils in der Minderheit. „In den anderen Mannschaften kommen 80 Prozent der Spieler von uns“, betont Meißner. Dagegen können die beiden jüngsten Altersstufen mit der U 9 und der U 11 eigenständig vom VfE gestellt werden. Das ist vom Verband inzwischen auch vorgeschrieben, damit die Herren überhaupt in der Landesliga die Spielgenehmigung bekommen.

Mehr Zuschauer in der Halle

Die Silbermedaille der deutschen Auswahl nach dem knapp verlorenen Olympia-Finale in Südkorea gegen Russland rückte den Eishockey-Sport auch in der Region in ein bedeutenderes Licht. Am Abend nach dem Endspiel hatte der VfE ein Landesliga-Heimspiel. Die Steigerung der Anfragen wegen Eintrittskarten hielt dann bis zum Saisonende an. „Es herrschte ein größeres Interesse“, gesteht Meißner.

Zudem hatte der Verein schon lange einen Hockey-Tag für Neueinsteiger im Alter von fünf bis zwölf Jahren zufälligerweise auch noch für eine Woche nach dem überraschenden Erfolg der Mannschaft um Trainer Marco Sturm angesetzt. Die VfE-Verantwortlichen registrierten mit 50 Kindern ein überwältigende Resonanz. „Du hast gleich gemerkt. Die ganz Kleinen wollten unbedingt mal beim Eishockey reinschnuppern. Der Erfolg wäre nicht so gewesen, wenn jetzt nicht plötzlich die Medienpräsenz so zugenommen hätte“, meint Meißner.

Erfolg der Senioren als Vorbild

Wobei der stetige Zulauf in der Jugendabteilung des Vereins eigentlich schon seit dem Landesliga-Aufstieg 2015 unter dem damaligen Herren-Trainer Michael Bielefeld anhält. Meißner: „Junge Zuschauer hatten sich ein Spiel angeschaut und wollten die Sportart dann auch ausüben. Der Erfolg der Senioren wirkt sich auch auf die Jugend aus.“

Zumal bei der Spielgemeinschaft die Talente auch von Übungsleitern mit entsprechenden Trainerscheinen ausgebildet werden. Die U 9 und die U 11 haben die ehemalige Memminger Bundesligaspielerin Constanze Fischbach sowie die VfE-Stürmer Jan Michalek und Petr Ceslik unter ihren Fittichen. Die U 13 trainiert der Sendener Karl-Heinz Groß, die U 15 Meißner und die U 17 der Aktiventrainer des EC Senden, Martin Lamich. Patrick Meißner weiß schließlich: „Der Nachwuchs ist unser Potenzial der Zukunft.“

Laufschule jedes Jahr ausgebucht

127 Nachwuchsspieler begeistern sich inzwischen beim VfE Ulm/Neu-Ulm für den Eishockey-Sport. Zudem ist die Laufschule, wo den Interessenten erst einmal das Schlittschuhlaufen beigebracht wird, jedes Jahr mit zwischen 50 und 60 Kindern frühzeitig ausgebucht.

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